Palästinenserführung warnt Israel vor Ermordung Arafats
publiziert: Dienstag, 27. Apr 2004 / 18:54 Uhr

Tel Aviv - Die Palästinenserführung hat damit gedroht, die Anerkennung des Staates Israel bei einem Angriff auf ihren Präsidenten Jassir Arafat aufzukündigen.

Ariel Scharon habe mit seinen Drohungen gegen Arafat alle roten Linien überschritten.
Ariel Scharon habe mit seinen Drohungen gegen Arafat alle roten Linien überschritten.
Der israelische Regierungschef Ariel Scharon habe mit seinen Drohungen gegen Arafat alle roten Linien überschritten, sagte dessen Berater Ahmed Abdel Rachman in Ramallah.

Scharon hatte bei einem US-Besuch frühere Garantien für eine Unversehrtheit Arafats für ungültig erklärt. Israelische Soldaten haben in letzter Zeit mehrere hohe Hamas-Führer liquidiert.

Bei gewalttätigen Zusammenstössen in den besetzten Gebieten kamen derweil fünf Palästinenser ums Leben. Bei einer Razzia in Tulkarem im Westjordanland erschossen israelische Soldaten zudem zwei bewaffnete Palästinenser, die der radikal-islamischen Hamas-Bewegung angehörten.

Drei Palästinenser starben im Gazastreifen. Die militante Hamas-Bewegung erklärte später, zwei Palästinenser hätten sich Selbstmordattentätern in den Weg gestellt, die daraufhin einen Bombengürtel gezündet hätten.

Im Gazastreifen demonstrierten am Unabhängigkeitstag ihres Staates zehntausende Israelis, jüdische Siedler und Anhänger der Ultrarechten gegen den Plan Scharons, die dortigen Siedlungen aufzugeben. Rechtsgerichtete Politiker bezeichneten die Demonstration als Signal an Scharon.

Über den Plan zur Räumung der jüdischen Siedlungen im Gazastreifen will Scharon am Sonntag die Mitglieder seiner Likud-Partei abstimmen lassen.

(bert/sda)

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