Palästinensergruppe droht Exil-Hamas-Chef mit Tod
publiziert: Dienstag, 3. Okt 2006 / 18:35 Uhr

Gaza - Erstmals drohte eine der Fatah nahestehende bewaffnete Gruppierung Hamas-Führern mit dem Tod.

Die Gruppierung machte den Exil-Hamas-Chef Chaled Meschaal für die jüngsten gewalttätigen Ausschreitungen verantwortlich.
Die Gruppierung machte den Exil-Hamas-Chef Chaled Meschaal für die jüngsten gewalttätigen Ausschreitungen verantwortlich.
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Der Machtkampf zwischen der Hamas von Regierungschef Ismail Hanija und der Fatah des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas spitzt sich zu.

Die Gruppierung machte den Exil-Hamas-Chef Chaled Meschaal und zwei weitere Hamas-Funktionäre für die jüngsten gewalttätigen Ausschreitungen zwischen Hamas-und Fatah-Anhängern verantwortlich, bei denen seit Sonntag mindestens zehn Menschen im Gazastreifen starben.

Auslöser der jüngsten innerpalästinensischen Kämpfe waren Versuche von Sicherheitskräften des Innenministeriums, eine Demonstration von Fatah-treuen Sicherheitsleuten gewaltsam aufzulösen. Die Demonstranten hatten die Auszahlung ihrer seit März eingestellten Löhne gefordert.

Auch im Norden des Westjordanlandes kam es vereinzelt zu Zwischenfällen. Im Dorf Assun ging am frühen Morgen das Auto eines führenden Hamas-Vertreters in Flammen auf, während Unbekannte auf das Haus eines weiteren Hamas-Mitglieds schossen. In Nablus steckten mutmassliche Fatah-Anhänger zwei Busse eines von der Hamas verwalteten Schule in Brand.

Gespräche treten auf der Stelle

Abbas und die international isolierte Hamas-Regierung versuchen seit Wochen, sich auf eine Koalition der nationalen Einheit zu einigen. Die Gespräche treten auf der Stelle, vor allem wegen der Weigerung der Hamas, Israels Existenzrecht anzuerkennen, der Gewalt abzuschwören und die bestehenden Vereinbarungen mit Israel zu respektieren.

Auch US-Aussenministerin Condoleezza Rice wünscht sich nach eigenen Angaben einen Regierungswechsel in den Palästinensergebieten. Die Palästinenser bräuchten eine Regierung, die «auf ihre Bedürfnisse» eingehe und die Prinzipien des vom Nahost-Quartett ausgearbeiteten Friedensplans respektiere, sagte Rice zum Auftakt ihrer Nahost-Reise im saudiarabischen Dschiddah.

(smw/sda)

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