Paléo trotz weniger Stars längst ausverkauftNyon - Die Tendenz zahlreicher Open-Air-Festivals, auf hochbezahlte Stars zu verzichten, hat auch vor dem Paléo in Nyon nicht Halt gemacht.
(Peter Kleiner/sda)

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Das Paléo Festival 2005 bietet wie immer eine abwechslungsreiche, bunte Musikmischung.
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Ein Highlight des Festivals: George Clinton landet mit seinem P-Funk Mothership.
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Die Dichte illustrer Stars ist zwar zurück gegangen, nicht aber die Zahl verkaufter Karten.
Das grösste Schweizer Musikfestival schafft, wovon viele Festivals nur träumen: In nur elf Tagen konnten alle Karten für die sechs Abende verkauft werden. Somit werden zwischen dem 19. und 24. Juli bei der 30. Auflage wiederum über 210 000 Festivaliers auf das Gelände zwischen Nyon und der Autobahn strömen.
Dem erfolgreichen Grundkonzept des grössten Schweizer Open-Airs blieben die Organisatoren um Daniel Rosselat treu: Eine gehörige Portion Pop und Rock, aufgelockert mit französischem Chanson und exotisch gewürzt mit Weltmusik. Der Mix wird auch heuer für die Nyon-typische Ambiance sorgen.
Ravi Shankar
Mit zwei Höhepunkten startet Nyon kommenden Dienstag: Der 85-jährige indische Sitar-Virtuose Ravi Shankar - Beatles-Idol und Woodstock-Legende - tritt mit seiner Tochter Anoushka auf der grossen Bühne auf. Anschliessend wird Lenny Kravitz das Publikum mit seinem süffigen Mix aus Soul, Rock und Funk beglücken.
Für einen Höhepunkt sorgen dürfte am Freitag auch die deutsche Band Rammstein mit hartem Sound und ihrer pyrotechnisch-visuellen Show. Weitere Highlights sind der Doyen des Funk, George Clinton, die britische House-Gruppe Faithless, die schottischen Franz Ferdinand und die schwedischen Rocker Mando Diao.
Chansons
Kein Paléo ohne Chanson: Hugues Aufray, der in den 60ern seine grossen Erfolge feierte, wird am Mittwoch in Nyon zeigen, ob er in Würde ergraut ist. Dies gilt auch für Bernard Lavilliers am Samstag, der ebenfalls vor 40 Jahren die musikalische Bühne betrat. Die junge Generation französischer Liedermacher ist mit Vincent Delerm und Jeanne Cherhal vertreten.
Auch Raggae gehört in Nyon zum Grundangebot. In diesem Jahr setzen die Organisatoren auf eine Formation aus der Urzeit, als die jamaikanische Musik Europa zum vibrieren brachte. Israel Vibration aus Kingston werden am Donnerstag das Chapiteau-Zelt mit ihren «positive vibes» füllen.
Bollywood-Soundtrack
Im Village du monde ist dieses Jahr Asien zu Gast. Der türkische Musiker Mercan Dede mischt am Dienstag die ekstatischen Klänge der Sufi-Musik mit Didgeridoo und elektronischen Rhythmen. Daneben treten im Laufe der Woche im Kuppelzelt eine fetzige Blaskappelle aus Rajastan, Zigeuner aus dem indischen Subkontinent und Bön-Mönche aus dem alten Tibet auf.
Bollywood, das populäre Kino Indiens, hat auch in Europa Fuss gefasst. Pascal of Bollywood, ein gebürtiger Franzose, hat sich dem Soundtrack dieser Filme angenommen. Sein schriller Mix dürfte in Nyon entweder als Kitsch abgelehnt oder aber als gut gelungene Fusion aus Schnulzen, Disco-Sound und indischer Pop-Musik ankommen.
Mit Highlights aus der Verdi-Oper Nabucco - ein Gastspiel aus Avenches - wird auf der grossen Bühne der Sonntag eingeleitet. Mit einem bombastischen Feuerwerk über dem Himmel des Festival-Geländes geht das grösste Open-Air am späten Sonntag ins Finale.
Freiwillige Helfer
Wie in anderen Jahren sorgt ein Herr von Freiwilligen für das Wohl der Besucherinnen und Besucher. Über 3500 Helfer stehen für Sicherheit, Ordnung, Abfallentsorgung oder das leibliche Wohl der Besucher im Einsatz. Einige von ihnen helfen seit den Urtagen des Nyon-Folk-Festivals mit.
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