Panik nach dringenden Tsunami-Warnungen
publiziert: Donnerstag, 30. Dez 2004 / 10:35 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 30. Dez 2004 / 11:23 Uhr

Neu Delhi - Neuer Tsunami-Alarm und ein Ansteigen des Meeresspiegels haben an bei der Bevölkerung an Indiens Küsten Panik ausgelöst. Der 48 Stunden lang geltende Alarm wurde vom indischen Innenministerium ausgelöst.

Die Bevölkerung ist verunsichert: Über 70 Nachbeben gab es seit Sonntag - aber bisher keinen weiteren Tsunami.
Die Bevölkerung ist verunsichert: Über 70 Nachbeben gab es seit Sonntag - aber bisher keinen weiteren Tsunami.
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Weiterführende Links zur Meldung:

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Noch ein Video vom Tsunami in Phuket. (11,5 Mb)
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Ein zweites Video vom Tsunami in Patong. (10 Mb)
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Touristenvideo von dem Tsunami in Sri Lanka. (7,6 Mb)
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Der Alarm gilt für die Küstenbegiete Tamil Nadu, Kerala, Pondicherry und die Inselgruppe Andamanen und Nikobaren. Das Ministerium berief sich auf Experten-Warnungen vor einem starken Beben nahe Australien.

Panik brach auch auf Sri Lanka aus und behinderte dort die Rettungsarbeiten. Die Behörden in Colombo schlossen eine neue Tsunami-Katastrophe aber aus und riefen zur Ruhe auf.

Anstieg des Meeresspiegels

In Tamil Nadu und auf den Andamanen und Nikobaren wurde ein Ansteigen des Meeresspiegels beobachtet. Die Andamanen und Nikobaren wurden erneut von vier Nachbeben erschüttert.

Die Küstenbewohner in den betroffenen indischen Regionen wurden aufgerufen, sich zwei Kilometer vom Strand entfernt aufzuhalten. Auch das indische Innenministerium betonte, es gebe keinen Grund zur Panik.

Tausende wieder auf der Flucht

Trotzdem flohen tausende Menschen, von denen einige nach der Katastrophe vom Sonntag gerade erst wieder an die Küste zurückgekehrt waren. Verunsicherte Menschen kletterten auf Bäume und Hausdächer.

Seit Sonntag hat es insgesamt fast 70 Nachbeben mit einer Stärke von 5,0 oder mehr gegeben. Das Hauptbeben hatte eine Stärke von 9,0 auf der Richter-Skala erreicht und war das gewaltigste seit 40 Jahren.

Hilfsorganisationen befürchten, dass die Zahl der Toten von bisher knapp 80 000 auf mehr als 100 000 steigen könnte. 67 000 Todesopfer sind inzwischen offiziell bestätigt worden. Darunter befinden sich auch mindestens elf Schweizer Staatsangehörige, wie das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bekannt gab. Mindestens 30 000 Menschen werden weiterhin vermisst.

(fest/sda)

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