Paolo Bettini jubelt vergeblich
publiziert: Montag, 15. Mai 2006 / 18:44 Uhr

Im Ziel der 9. Etappe des Giro d´Italia jubelte Olympiasieger Paolo Bettini vergeblich.

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Nicht der Italiener hatte den Massenspurt der 9. Etappe in Termoli gewonnen, sondern der Litauer Tomas Vaitkus.

Aber nicht nur Bettini zählte zu den Geschlagenen. Olaf Pollack schlug aus Enttäuschung seine rechte Faust auf den Lenker.

Und Robbie McEwen konnte sich erstmals in einem Massenspurt dieser Rundfahrt nicht durchsetzen. Der Australier hatte sich an Pollacks Hinterrad geheftet und scheiterte, weil er im Endspurt zu weit hinten lag. In der einzigen namhaften Steigung des nur 127 km langen Tagespensums war McEwen auf 45 Sekunden distanziert worden, hatte danach aber wieder im Feld Unterschlupf gefunden.

Aussergewöhnlicher Massenspurt

Dieser Massenspurt war deshalb aussergewöhnlich, weil die Zielgerade leicht aufwärts führte und weil den Fahrern ein leichter Gegenwind das Leben schwer machte. Tomas Vaitkus lancierte den Endspurt und setzte sich beim bedeutendsten Erfolg seiner Karriere um wenige Zentimeter durch. Der 24-jährige Litauer hatte schon vor drei Jahren den Übertritt zu den Profis gewagt.

Seit der letzten Saison gehört Vaitkus der französischen Sportgruppe AG2r an, die erst auf dieses Jahr hin nach der Auflösung der italienischen Mannschaft Fassa Bortolo ProTour-Status erhalten hatte.

Erfolglose Fluchtversuche

Schon nach 5 km hatten der Ukrainer Juri Kriwtsow und der Franzose Cyrille Monnerais einen Fluchtversuch unternommen, der jedoch nicht zum Erfolg führte. Insbesondere die Helfer von Paolo Bettini unternahmen alles, um dem Olympiasieger zum Sieg zu verhelfen. Die Rechnung wäre beinahe aufgegangen. Mit der Massenankunft ergab sich an der Spitze des Gesamtklassementes keine Änderung. Der Italiener Ivan Basso blieb Leader, der Spanier José Enrique Gutierrez von der Schweizer Sportgruppe Phonak blieb Zweiter.

In seiner Paradedisziplin Zeitfahren hat Fabian Cancellara einen weiteren Sieg erzielt. Der Berner entschied die 12,6 km lange Prüfung gegen die Uhr von Salou der Katalonien-Rundfahrt für sich und ist damit auch erster Leader dieser Rundfahrt. Cancellara liess den Russen Wladimir Karpets um drei Sekunden hinter sich. Mit dem Südafrikaner Robert Hunter und dem Kolumbier Santiago Botero folgten zwei Fahrer der Schweizer Sportgruppe Phonak auf den nächsten Plätzen.

Sperre für Hruska

Der 31-jährige Tscheche Jan Hruska ist vor dem Start der Katalonien- Rundfahrt mit einer Schutzsperre von 15 Tagen belegt worden. Beim Mitglied der Mannschaft 3 Molinos Resort wurde ein zu hoher Hämatokritwert festgestellt, was ein Hinweis auf Blutdoping sein kann.

Hruska war in den letzten beiden Saisons sieglos geblieben, hatte aber vor zehn Tagen die dreiteilige Clasica Alcobendas in Spanien für sich entschieden.

Resultate:
Villafranca - Termoli (132 km): 1. Tomas Vaitkus (Lit) 3:05:13 (42,760 km/h), 20 Sekunden Bonifikation. 2. Paolo Bettini (It), 12 Sek. Bon. 3. Olaf Pollack (De), 8 Sek. Bon. 4. Robbie McEwen (Au). 5. Philippe Gilbert (Be). 6. Alexander Botscharow (Russ). 7. Manuele Mori (It). 8. Axel Maximiliano Richeze (Arg). 9. Leonardo Duque (Kol). 10. Alessandro Spezialetti (It). 11. Jewgeni Petrow (Russ). 12. Alberto Ongarato (It). 13. Grégory Rast (Sz). 14. Josep Jufre (Sp). 15. Stefan Schumacher (De). 16. José Luis Carrasco (Sp). 17. Martin Elmiger (Sz). 18. Mikel Pradera (Sp). 19. Wladimir Belli (It). 20. Jens Voigt (De).

Ferner: 22. Damiano Cunego (It). 27. Ivan Basso (It). 28. José Enrique Gutierrez (Sp). 32. Paolo Savoldelli (It). 34. Danilo Di Luca (It). 41. Gilberto Simoni (It). 48. Jan Ullrich (De). 64. Steve Zampieri (Sz). 91. Johann Tschopp (Sz), alle gleiche Zeit. 131. Patrick Calcagni (Sz) 7:01. -- 187 klassiert.

Gesamtklassement:
1. Basso 34:46:30. 2. José Enrique Gutierrez 1:34. 3. Cunego 1:48. 4. Savoldelli 2:35. 5. Sergej Gontschar (Ukr) 2:43. 6. Di Luca 2:48. 7. Simoni 3:20. 8. Giampaolo Caruso (It) 3:23. 9. Tom Danielson (USA) 3:31. 10. José Luis Rubiera (Sp) 3:39.

11. Andrea Noé (It) 3:45. 12. Luca Mazzanti (It) 3:50. 13. Victor Hugo Peña (Kol) 4:21. 14. Francisco Vila (Sp) 4:38. 15. Francesco Bellotti (It) 4:56. 16. Roberto Laiseka (Sp) 4:57. 17. Sylvester Szmyd (Pol) 5:03. 18. Patrice Halgand (Sz) 5:10. 19. José Rujano (Ven) 5:32. 20. José Ivan Gutierrez (Sp) 5:32.

Ferner: 38. Tschopp 11:35. 54. Ullrich 18:20. 60. Bettini 21:16. 68. Zampieri 25:52. 83. Rast 32:20. 131. Elmiger 43:57. 137. McEwen 46:41. 143. Vaitkus 49:50. 163. Calcagni 55:35.

(ht/Si)

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