Bitte um Vergebung an orthodoxen Kirche
Papst bittet um Vergebung für Verbrechen an Orthodoxen
publiziert: Freitag, 4. Mai 2001 / 18:37 Uhr

Athen - Der Papst hat am Freitag in Athen um Vergebung für die Verbrechen an der orthodoxen Kirche gebeten. Bei seinem Treffen mit dem orthodoxen Erzbischof Christodoulos erinnerte er an die Eroberung Konstantinopels im Jahre 1204.

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Johannes Paul IIJohannes Paul II
«Söhne und Töchter der katholischen Kirche haben durch Aktionen gegen ihre orthodoxen Brüder und Schwestern gesündigt», hiess es in einer Erklärung Johannes Pauls II. «Dafür erflehen wir vom Herrn Vergebung.»

Kreuzfahrer hatten bei der Plünderung Konstantinoples, dem heutigen Istanbul, Tausende von orthodoxen Gläubigen ermordert. «Die Tatsache, dass dies römische Christen waren, erfüllt die Katholiken mit tiefem Bedauern», sagte der Papst weiter.

Nach der von den griechisch-orthodoxen Gläubigen seit langem geforderten Entschuldigung umarmte Christodoulos den Papst und küsste ihn auf die Wange.

Das griechische Fernsehen sprach von einer «grossen Geste» und einem historischen Augenblick. «Beide Kirchen sind sich damit ein Stück näher gekommen.» Auch in Vatikan-Kreisen wurde das Treffen als Erfolg bezeichnet. Der griechische Staatspräsident Konstantinos Stefanopoulos hoffte auf den «Beginn einer neuen Ära».

Auf Apostel Paulus Spuren

Am Freitagabend trafen sich der Erzbischof und der Papst auf dem Areopag-Hügel unter der Akropolis. Dort wurde die gemeinsame Erklärung «Über die christlichen Wurzeln Europas» verkündet. Die beiden Kirchenführer hatten diese zuvor feierlich unterzeichnet.

Es ist das erste gemeinsame Dokument Roms und einer orthodoxen Kirche seit dem grossen Schisma (Kirchenspaltung) im Jahr 1054. Darin fordern beide Kirchenführer ein Ende von Gewalt und Krieg. Sie verurteilen die ungerechte Aufteilung des Wohlstandes und setzen sich kritisch mit den Folgen der Globalisierung auseinander.

Kühler Empfang

Zu Beginn seines Besuches war der Papst vom orthodoxen Erzbischof Christodoulos mit einer beinahe scharfen Rede empfangen worden. «Die Wunden von einst liegen noch immer offen.» Man habe seit Jahrhunderten eine Entschuldigung vermisst.

Johannes Paul II besucht Athen als erstes Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche der Neuzeit. Am Flughafen war er allerdings weder vom griechischen Staatsoberhaupt Stephanopoulos noch Vertretern der orthodoxen Kirche begrüsst worden.

Im Vorfeld des Besuchs hatten ultra-orthodoxer Mönche gegen den Papst-Besuch protestiert. Die Behörden hatten aus Furcht vor Ausschreitungen mehrere tausend Sicherheitsbeamte mobilisiert. 97 Prozent der Griechen gehören der orthodoxen Kirche an. Diese lehnt die Autorität Roms strikt ab.

Syrien

Am Samstag wird der Papst in einem griechischen Stadion noch eine Messe feiern. Danach fliegt er weiter nach Syrien, das er ebenfalls zum ersten Mal besucht. Dort will er als erster Papst in der Geschichte in einer Moschee beten.

(kil/news.ch)

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