Treffen mit Ruhani
Papst drängt Iran zu mehr Einsatz für Frieden
publiziert: Dienstag, 26. Jan 2016 / 14:35 Uhr
Papst Franziskus betonte, dass Teheran eine wichtige Rolle einnimmt. (Archivbild)
Papst Franziskus betonte, dass Teheran eine wichtige Rolle einnimmt. (Archivbild)

Vatikanstadt - Papst Franziskus hat den iranischen Präsidenten Hassan Ruhani zu einem stärkeren Engagement für den Frieden in der Golfregion aufgerufen: Teheran müsse «für angemessene politische Lösungen» in der Region eintreten.

2 Meldungen im Zusammenhang
«Ich setze meine Hoffnung in den Frieden», sagte Franziskus nach einem 40-minütigen Treffen mit Ruhani am Dienstag im Vatikan. Am Ende des Treffens schenkte Ruhani dem Papst einen handgemachten Teppich aus der iranischen Stadt Qom und ein Miniaturbuch.

Der Papst revanchierte sich mit einer Medaille, auf der der Heilige Martin zu sehen ist. Franziskus schenkte Ruhani auch eine Ausgabe seiner Umweltenzyklika «Laudato si» auf Englisch und Arabisch. Eine Farsi-Übersetzung der Enzyklika gibt es nicht.

Gefreutes Treffen mit Papst

Ruhani war am Montag in Rom eingetroffen, nach einem Gespräch mit Italiens Ministerpräsidenten Matteo Renzi wurde er am Dienstag Mittag vom Papst empfangen. Das Treffen habe ihn erfreut, sagte Ruhani im Anschluss. «Ich bitte Sie, für mich zu beten», trug er dem Papst auf.

In einer Erklärung des Vatikans hiess es, Franziskus habe die «wichtige Rolle» Teherans im Mittlern Osten betont. Ruhani solle sich für Lösungen einsetzen, welche «die Verbreitung von Terrorismus» sowie den Waffenhandel stoppten.

Der Vatikan hat schon mehrfach den gemässigten Kurs gewürdigt, den der Iran seit der Wahl Ruhanis eingeschlagen hat. Der Papst begrüsste auch das Atomabkommen, dessen Umsetzung am vorvergangenen Wochenende zur Aufhebung der internationalen Sanktionen gegen den Iran geführt hatte.

Weiterreise nach Frankreich

Ruhani wird aus Italien nach Frankreich weiterreisen. In Paris sind ein Treffen mit Staatspräsident François Hollande sowie am Donnerstag die Unterzeichnung einer Bestellung von 114 Airbus-Flugzeugen geplant.

Geplant war Ruhanis Besuch beim Papst schon für Mitte November, wurde dann aber wegen der Terroranschläge von Paris verschoben. Es ist erst das zweite Treffen eines amtierenden iranischen Präsidenten mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche.

1999 hatten Präsident Mohammad Khatami und Papst Johannes Paul II. (1978-2005) eine Unterredung im Vatikan. Khatami war auch zur Totenmesse des polnischen Papstes 2005 nach Rom gereist. Der Heilige Stuhl und der Iran unterhalten bereits seit 1953 diplomatische Beziehungen, die beide Seiten auch über die Konflikte des Landes hindurch aufrechterhielten.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Teheran - Bei der ersten Station seiner Europareise hat sich der iranische ... mehr lesen
Wien - Irans Präsident Hassan Ruhani hat die Aufhebung der internationalen Sanktionen gegen sein Land begrüsst. Damit sei ein «neues Kapitel» in den Beziehungen zwischen dem Iran und Weltgemeinschaft aufgeschlagen worden. mehr lesen 
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Papst Franziskus traf Flüchtlingskinder. (Archivbild)
Papst Franziskus traf Flüchtlingskinder. (Archivbild)
Treffen mit Kindern  Vatikanstadt - Papst Franziskus hat sich mit Flüchtlingskindern getroffen, deren Eltern bei der gefährlichen Überfahrt über das Mittelmeer ums Leben gekommen sind. Gemeinsam gedachten sie der Opfer der Flüchtlingskatastrophen. mehr lesen 
Interreligiöser Dialog  Rom - Papst Franziskus hat am Montag erstmals den ägyptischen Grossscheich und Imam der Kairoer Al-Azhar-Universität im Vatikan empfangen. Die Begegnung sollte als Zeichen des Dialogs ... mehr lesen
Papst Franziskus trifft sich mit einem muslimischen Kollegen.
Lukaschenko ist wegen Unterdrückung der Opposition in Weissrussland vom Westen isoliert. (Archivbild)
Friedenstreffen in Minsk geplant  Vatikan-Stadt/Minsk - Der weissrussische Präsident Alexander Lukaschenko hat Papst Franziskus zu einem Friedenstreffen mit dem russisch-orthodoxen Patriarchen Kirill eingeladen. ... mehr lesen  
Barry im Vatikan  Bern - «Magnum», ein prächtiges Exemplar von einem Bernhardinerhund und Nachfahre des berühmten «Barry», ist am Mittwoch zur Generalaudienz bei Papst Franziskus vorgelassen worden. ... mehr lesen
Der 70 Kilogramm schwere Hund wurde dem Papst nach der Audienz auf dem Petersplatz vorgestellt. (Archivbild)
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 2°C 7°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 4°C 10°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
St. Gallen -1°C 4°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Bern 0°C 8°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Luzern 1°C 6°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Genf 4°C 10°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 5°C 17°C gewittrige Regengüsseleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten