Privataudienz
Papst empfängt argentinischen Landsmann Macri
publiziert: Samstag, 27. Feb 2016 / 14:31 Uhr
Beim Treffen ging es um Themen wie Drogenhandel oder Armut.
Beim Treffen ging es um Themen wie Drogenhandel oder Armut.

Rom - Papst Franziskus hat am Samstag erstmals den neuen argentinischen Präsidenten Mauricio Macri zu einer Privataudienz empfangen. Dabei ging es vor allem um die Themen Drogenhandel, Armut und Menschenrechte.

Der Pontifex und sein Landsmann seien zu einem rund 20-minütigen «herzlichen Gespräch» in der Bibliothek des Apostolischen Palastes zusammengetroffen, teilte der Kirchenstaat mit.

Macri sagte seinerseits, er sei «sehr glücklich» über dieses «Treffen zweier alter Bekannter». Der Pontifex und der Präsident kennen sich aus den Zeiten, als Franziskus Erzbischof von Buenos Aires und Macri Oberhaupt der dortigen Stadtverwaltung war.

Der Staatschef habe dem in Flores in Buenos Aires geborenen Kirchenoberhaupt einen typischen braunen Poncho aus der Heimat und mehrere CD mit argentinischer Musik - darunter auch Tangoklängen - als Geschenk überreicht, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Der Präsident war mit einer zehnköpfigen Delegation und seiner Ehefrau zu der Audienz gekommen.

Das Verhältnis der Beiden gilt jedoch als gespannt. Ein wesentlicher Grund soll der Fall der seit Mitte Januar inhaftierten Sozialaktivistin Milagro Sala sein, die Franziskus 2014 im Vatikan empfangen hatte.

Ihr werden Betrug und Aufruf zur Gewalt vorgeworfen. Der Papst hatte Sala, die in Argentinien wegen ihres Einsatzes für die Menschenrechte sehr beliebt ist, vor wenigen Tagen einen Rosenkranz ins Gefängnis geschickt.

Seit seiner Wahl 2013 ist der Papst noch nicht in seine Heimat gereist. Macri sagte nach der Audienz, auch in diesem Jahr werde es nicht zu einem solchen Besuch kommen, jedoch möglicherweise 2017.

(kris/sda)

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