Papst sprach 120 Chinesen und Missionare heilig
publiziert: Sonntag, 1. Okt 2000 / 12:19 Uhr

Rom - Papst Johannes Paul II. hat am Sonntag 120 Katholiken heilig gesprochen, die aus Sicht des Vatikans Opfer religiöser Verfolgung in China geworden sind. Die Zeremonie fand auf dem Petersplatz in Rom statt.

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Die chinesische Regierung hatte die geplante Heiligsprechung der 87 Chinesen und 33 Missionare vor wenigen Tagen scharf kritisiert und von Geschichtsfälschung gesprochen. Die 120 Menschen waren in den Jahren 1648 bis 1930 in China getötet worden, die meisten davon während des Boxeraufstandes vor 100 Jahren. Der Papst hatte sie bereits als Märtyrer selig gesprochen.

Ein Sprecher des Aussenministeriums in Peking hatte am Dienstag gesagt, die meisten von ihnen seien "hingerichtet worden, weil sie während der Invasion des Kolonialismus und des Imperialismus chinesische Gesetze verletzt haben, oder sie sind umgebracht worden, weil sie das chinesische Volk während des Opiumkrieges oder der Invasion der alliierten Mächte tyrannisiert haben."

Die Heiligsprechung, die auch noch auf den 51. Gründungstag der Volksrepublik fällt, verletze die Gefühle des chinesischen Volkes und die Würde der chinesischen Nation schwer.

(klei/sda)

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