Papst «tief beschämt» über pädophile Priester in den USA
publiziert: Dienstag, 15. Apr 2008 / 21:07 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 15. Apr 2008 / 22:17 Uhr

Rom - Papst Benedikt XVI. hat sich auf dem Flug in die USA «tief beschämt» über die Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch US-Priester geäussert.

Höhepunkt der sechstägigen Reise ist am Freitag eine Rede vor den Vereinten Nationen.
Höhepunkt der sechstägigen Reise ist am Freitag eine Rede vor den Vereinten Nationen.
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Der Skandal, der 2002 ans Tageslicht kam, bedeute «grosses Leiden» für die Opfer und für die Kirche, sagte Benedikt vor mitreisenden Journalisten.

«Wir sind tief beschämt und wir werden alles tun, dass dies in der Zukunft nicht mehr passieren kann», zitierten italienische Medien Benedikt. «Wir werden Pädophile vom Priesterdienst absolut ausschliessen.»

In Washington wurde Benedikt von US-Präsident Georg W. Bush und dessen Ehefrau Laura empfangen. Am Mittwoch, wenn der Papst seinen 81. Geburtstag feiert, wird er mit Bush zu einem Gespräch im Weissen Haus zusammentreffen.

Kontroverse Themen

Unklar war zunächst, ob der Papst dabei kontroverse Themen wie den Irakkrieg oder die Todesstrafe offen ansprechen wird: Der Vatikan lehnt den Irakkrieg strikt ab und hat sich auch immer wieder gegen die Todesstrafe ausgesprochen.

Am Mittwochnachmittag trifft sich Benedikt mit US-Bischöfen. Mit rund 70 Millionen Katholiken ist die Kirche in den USA eine der weltweit grössten und wichtigsten. Angesichts der Vorwahlen in den USA wolle sich Benedikt mit politischen Äusserungen zurückhalten, auf keinen Fall wolle er mit einem der Präsidentschaftsbewerber zusammentreffen, hiess es.

Höhepunkt seiner sechstägigen Reise ist am Freitag eine Rede vor den Vereinten Nationen. Ausserdem wird der katholische Kirchenführer am «Ground Zero» in New York für die Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 beten.

(smw/sda)

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