Hollande bringt Reichensteuer durch
Pariser Nationalversammlung stimmt für Reichensteuer
publiziert: Samstag, 20. Okt 2012 / 19:05 Uhr
Hollande wurde im Mai zum neuen Staatschef gewählt. (Archivbild)
Hollande wurde im Mai zum neuen Staatschef gewählt. (Archivbild)

Paris - Die französische Nationalversammlung hat der Einführung der umstrittenen Reichensteuer in Frankreich zugestimmt. Die Mehrheit der Abgeordneten votierte am Freitag in Paris dafür, einen Spitzensteuersatz von 75 Prozent einzuführen.

3 Meldungen im Zusammenhang
Dieser betrifft Jahreseinkommen von mehr als einer Million Euro und soll auf zwei Jahre begrenzt bleiben. Rund 1500 Steuerzahler in Frankreich sind von der Reichensteuer betroffen, der Fiskus rechnet mit Mehreinnahmen von jährlich rund 210 Millionen Euro.

Haushaltsminister Jérôme Cahuzac bezeichnete die Reichensteuer als «legitim». Jeder in Frankreich müsse seinen Möglichkeiten entsprechend seinen Teil zur Sanierung der öffentlichen Finanzen beitragen.

Der konservative Abgeordnete und ehemalige Arbeitsminister Eric Woerth sagte, die Reichensteuer sei eine «Strafsteuer». Diese werde nicht viel bringen, aber zweifellos dazu führen, dass einige Steuerzahler Frankreich verlassen.

Die Reichensteuer war eines der zentralen Wahlkampfversprechen des Sozialisten François Hollande, der im Mai zum neuen Staatschef als Nachfolger des Konservativen Nicolas Sarkozy gewählt worden war.

(knob/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Paris - Im Hinblick auf den Defizitabbau im Jahr 2013 hat Frankreichs Präsident François Hollande eine Steuererhöhung um ... mehr lesen
François Hollande
Blick auf die französische Nationalversammlung: Sarkozys Mehrheit unterstützt die Rettungsschirm-Erweiterung.
Paris - In mehreren europäischen Ländern fielen am Mittwoch wichtige Entscheide zur ... mehr lesen
Paris - Die französische Nationalversammlung hat den von Präsident Nicolas Sarkozy eingeführten «Steuerschutzschild» ... mehr lesen
Der «Palais Bourbon» ist der Tagungsort der französischen Nationalversammlung.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 20
Francesco Schettino: Weil er das Schiff verliess, wurde er als  «Käptain Feigling» verspottet.
Francesco Schettino: Weil er das Schiff ...
Schiffsunglück  Florenz - Kapitän Francesco Schettino ist mehr als vier Jahre nach der Havarie der «Costa Concordia» auch in zweiter Instanz zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Das Berufungsgericht in Florenz bestätigte damit das Urteil aus erster Instanz. mehr lesen 
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, will ein überparteiliches Komitee aus den Reihen der SVP, CVP und EDU das Referendum ergreifen. mehr lesen   3
Der Sprayer bestritt, das Fahrrad geklaut zu haben.
Schweizer Sprayer  Wien - Mit einem Urteil von zehn Monaten unbedingte Haft ist am Wiener Straflandesgericht der Prozess gegen den Schweizer Sprayer ... mehr lesen  
WISSEN: OFT GELESEN
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich -4°C 4°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Basel -2°C 4°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
St. Gallen -1°C 3°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Bern -4°C 3°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
Luzern -1°C 4°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt bedeckt
Genf -3°C 6°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Lugano 5°C 13°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten