Paraguays Präsident bezeichnet Absetzung als «Putsch»
Parlament enthebt Präsident Fernando Lugo des Amtes
publiziert: Samstag, 23. Jun 2012 / 08:08 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 24. Jun 2012 / 09:28 Uhr
Fernando Lugo
Fernando Lugo

Buenos Aires - Der abgesetzte paraguayische Präsident Fernando Lugo hat das Vorgehen des Parlaments gegen ihn als «parlamentarischen Putsch» bezeichnet. Die Amtsenthebung am Freitag sei ein Prozess gewesen, bei dem das Urteil vorher schon festgestanden habe, sagte er am Sonntag vor Anhängern in Asunción.

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Seine Präsidentschaft sei wegen seines Einsatzes für die Armen beendet worden, sagte der ehemalige katholische Bischof weiter. Er rief seine Anhänger auf, friedlich zu bleiben.

Gleichzeitig liess er die Erwartung durchblicken, dass nationale und internationale Kritik das Parlament dazu bringen könnte, seine Amtsenthebung rückgängig zu machen. «In der Politik ist alles möglich», sagte Lugo.

Die Erklärung wurde als Reaktion auf die Absetzung von Präsident Fernando Lugo am Samstag in Buenos Aires veröffentlicht. Die «schlimmen institutionellen Ereignisse» hätten «in der Absetzung des verfassungsmässigen Präsidenten» gegipfelt, hiess es darin.

Argentinien zieht Botschafter ab

Aus Protest gegen die Absetzung Lugos hat Argentinien seinen Botschafter aus dem Nachbarland abgezogen. In einer Erklärung des Aussenministeriums war von «schlimmen institutionellen Ereignissen» die Rede.

Die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner hatte Lugos Absetzung bereits zuvor als «inakzeptabel» bezeichnet und von einem Staatsstreich im Nachbarland gesprochen.

Einen Tag nach dem Unterhaus des Parlaments hatte der Senat von Paraguay am Freitag dafür gestimmt, Lugo des Amtes zu entheben. Das Parlament macht den ehemaligen Bischof für den Tod von 17 Menschen bei Zusammenstössen zwischen Polizisten und protestierenden landlosen Bauern verantwortlich.

(asu/sda)

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