Parlament in Katalonien will Stierkämpfe abschaffen
publiziert: Freitag, 18. Dez 2009 / 14:50 Uhr / aktualisiert: Freitag, 18. Dez 2009 / 17:18 Uhr

Barcelona - Katalonien hat einen ersten Schritt zu einem Verbot von Stierkämpfen in der Region im Nordosten Spaniens getan. Das Regionalparlament in Barcelona stimmte dafür, kommendes Jahr eine entsprechende Gesetzesinitiative zu behandeln.

Niemand sei gezwungen, sich Stierkämpfe anzusehen.
Niemand sei gezwungen, sich Stierkämpfe anzusehen.
4 Meldungen im Zusammenhang
67 Abgeordnete stimmten für die Vorlage, 59 dagegen und drei enthielten sich der Stimme. Basis ist das Volksbegehren einer Bürgerinitiative, die 180'000 Unterschriften gesammelt hatte.

Katalonien wäre nach den Kanarischen Inseln die zweite Region in Spanien, in der Stierkämpfe verboten würden. Die Kanaren hatten Stierkämpfe bereits 1991 für illegal erklärt.

Damit das Verbot auch in Katalonien - mit 7,4 Millionen Einwohnern die wirtschaftsstärkste Region des Landes - wirksam werden kann, muss das Gesuch nun noch von den Ausschüssen des Parlaments in einen Gesetzestext umgewandelt und den Abgeordneten erneut zur Abstimmung vorgelegt werden.

«Stierkämpfe passen nicht zur Moral des 21. Jahrhunderts»

«Die Stierkämpfe passen nicht mehr zur Moral des 21. Jahrhunderts», sagte die Sprecherin der Initiative, Anna Molà, im Parlament. «Die Stiere haben keine Chance und können sich nicht wehren. Daher haftet den Kämpfen auch etwas von Feigheit an».

Die Anhänger der «Fiesta» betonten demgegenüber, ein Verbot wäre ein «Angriff auf die Freiheit». Niemand sei gezwungen, sich Stierkämpfe anzusehen.

Der Stierkampf hat in Katalonien in den vergangenen Jahrzehnten stark an Bedeutung verloren. In der ganzen Region gibt es nur noch eine Arena, in der regelmässig Kämpfe stattfinden, nämlich die Arena von Barcelona.

Das geplante Verbot soll nicht für die umstrittene Tradition der «correbous» gelten. Dabei handelt es sich um Stiertreiben, die auf Volksfesten in bestimmten katalanischen Gemeinden stattfinden und bei denen Stiere auf verschiedene Weise gepiesackt werden.

(smw/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Madrid - In Spanien ist ein weiterer Torero von einem Kampfstier verletzt worden. In ... mehr lesen
In der Stierkampf-Saison 2010 wurden bereits mehrere Toreros schwer verletzt. (Archivbild)
Barcelona - Historischer Sieg für Spaniens Tierschützer: Das Regionalparlament in Barcelona hat die Abschaffung des Stierkampfes in der Region beschlossen. Katalonien ist damit die erste Region auf dem spanischen Festland, die den umstrittenen Brauch verbietet. mehr lesen  1
Kundgebung gegen Stierkämpfe in Madrid.(Archivbild)
Madrid - Tausende Menschen haben am Sonntag in der spanischen Hauptstadt Madrid gegen den Stierkampf demonstriert. Sie protestierten damit gegen die Absicht der konservativen Regierung der ... mehr lesen
Madrid - Das spanische Staatsfernsehen nimmt Abschied von seiner 50 Jahre alten ... mehr lesen
Die Stierkampfarena in Sevilla.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Einschulung.
Einschulung.
Publinews    Wenn man von optimaler Begleitung von Schulkindern spricht, denken wohl die wenigsten Menschen an einen Schulthek. Der Inbegriff der Begleitung liegt immer noch im Mutter- oder Vaterbegriff begraben. mehr lesen  
Trends für 2019  Geht es um Trends der digitalen Devisen für 2019, rangiert der Bitcoin ganz vorn. Auch Ethereum, Bitcoin Cash und Ripple stehen hoch ... mehr lesen
Hohes Verlustrisiko aufgrund der hohen Volatilität.
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, ... mehr lesen   3
350 ausländische Campierer  Bern - Seit einigen Tagen campieren mittlerweile rund 350 ausländische Fahrende im bernischen Witzwil. Die Anwohner beklagen sich über Lärm, Dreck und Sachbeschädigungen. Die Behörden bitten um Geduld, denn die Fahrenden sollen das Gelände bis am Mittwochabend verlassen. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 4°C 6°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Basel 3°C 7°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
St. Gallen 2°C 5°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Bern 2°C 6°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Luzern 2°C 6°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Genf 3°C 7°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
Lugano 4°C 8°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen wechselnd bewölkt, Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten