Partei der Berner SVP-Abtrünnigen heisst BDP
publiziert: Samstag, 21. Jun 2008 / 11:00 Uhr / aktualisiert: Samstag, 21. Jun 2008 / 13:14 Uhr

Bern - Die in Münsingen versammelten SVP-Dissidenten haben den Parteinamen «Bürgerlich-Demokratische Partei» (BDP) sowie ein 18 Punkte starkes Schwerpunktprogramm einstimmig genehmigt. Beatrice Simon wurde per Akklamation zur Präsidentin gewählt.

Beatrice Simon ist vom Erfolg der Partei überzeugt.
Beatrice Simon ist vom Erfolg der Partei überzeugt.
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«Der Druck und die Erwartungen an die BDP sind gross. Viele wünschen uns einen Misserfolg», sagte Simon.

Sie wolle aber die Verantwortung zusammen mit den Parteimitgliedern übernehmen. Simon zeigte sich überzeugt, dass die Partei Erfolg haben werde.

Auf der Grundlage des Schwerpunktprogramms sollen die Parteiorgane unter Leitung der Präsidentin Simon ein ausführliches Parteiprogramm ausarbeiten.

Freiheitlich-bürgerlich

Die Bürgerlich-Demokratische Partei verstehe sich als freiheitlich-bürgerliche Partei, sagte Ständerat Werner Luginbühl, der die Programmpunkte an der Gründungsversammlung im bernischen Münsingen vorstellte. «Wir legen grossen Wert auf die Eigenverantwortung und Leistungsbereitschaft der Bürger.»

Vor der Genehmigung der Programm-Schwerpunkte traten laut Regierungsrat Gasche 225 Personen der neuen Partei bei und verabschiedeten die Statuten. Rund 350 Anwesende waren es insgesamt. Unter den Teilnehmenden war auch Nationalrätin Ursula Haller. Bundesrat Schmid war nicht anwesend, bekräftigte aber in einer Erklärung seine Absicht, der BDP beizutreten.

«Schwester» oder Konkurrentin?

Die Berner SVP, von der sich die BDP abspaltet, bezeichnete Regierungsrat Urs Gasche als «Schwesterpartei», mit der es viele Gemeinsamkeiten gebe.

Aliki Panayides, Geschäftsführerin der SVP Kanton Bern, sagte dazu auf Anfrage, der Ausdruck sei originell, da Schwestern sich üblicherweise nicht so verhielten. Es sei noch etwas früh, das BDP-Programm einzuschätzen, da es noch nicht im Detail bekannt sei. Die Berner SVP sei für eine allfällige Zusammenarbeit aber «gesprächsbereit».

Eine schweizerische Partei soll bis im Herbst gegründet werden. Solange könnten Einzelpersonen Mitglieder werden bei der BDP, sagte Gasche. Die BDP solle jenen eine Heimat bieten, die sich in der SVP Schweiz nicht mehr heimisch fühlen. Auch ganze Sektionen könnten eintreten.

(bert/sda)

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Hoffnungen
Darum geht es
Eine Meinung haben, diese vertreten und immer im Wissen, dass die eigene Meinung auch mal falsch sein. Intoleranz und Gewalt keine Chance lassen, nicht mal in Ansätzen. Problemorientiert und frei von ideologischen Scheuklappen handeln.
Um das geht es!
Schauen wir aber mal auf die Kommentare hier, da sind wir Stammtischpolitiker, SVP-Hasser, Intellektuelle Spinner, Linke, Sektierer usw. usw. Das wirft ein Licht auf diese Leute. Sie können ohne Schubladisierungen nicht leben, weil es ihnen die Orientierung. erleichtert.
Einen weiten Horizont haben, bedeutet ja auch, sich in der Weite zurecht zu finden. Das fordert aber den Einsatz des Gehirns!
Hoffen wir, dass sich die wirklich demokratischen Kräfte der Bürgerlichen (hoffentlich viele aus der SVP) in der neuen Partei finden.
Ein ehrlicher Name - wenigstens. Das Weitere wird die Zukunft weisen!
Ich hoffe aber, dass diese neue BDP demokratisch(er) agieren wird, als die undemokratische SVolksPartei ...

Selbst bin ich kein "Bürgerlicher", ...
... aber ich respektiere, als völlig Unabhängiger, die Bemühungen DIESER Bürgerlichen um eine faire, demokratische Politikmache ...!

Der Name
"Bürgerlich-Demokratische Partei (BDP)" scheint mir eine ehrliche Handlung DIESER Bürgerlichen zu sein.

Eine Demokratie lebt davon, dass anders denkende Leute respektiert werden - UND NICHT, dass anders denkende Leute mit Schmähungen und Diffamierungen eingedeckt werden!

Dies an die EWIGGESTRIGEN hier!
BDP - was für ein Name
Dieser Name ist fast nicht auszusprechen. Die Gründer hätten sich auch mal erkundigen können, ob die URL www.bdp.ch noch frei ist. Sie ist es nicht. Trotzdem werde ich Mitglied!
.
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