Parteien boykottieren Blocher-«Arena»
publiziert: Donnerstag, 17. Jan 2008 / 18:09 Uhr / aktualisiert: Freitag, 18. Jan 2008 / 10:30 Uhr

Zürich - Zweimal hat die SVP nach der Abwahl von Bundesrat Christoph Blocher der Polit-Diskussionssendung «Arena» von SF die kalte Schulter gezeigt. Jetzt sind die anderen Parteien dran. Sie wollen dem SVP-Chefstrategen am Freitag keine Plattform bieten.

Christoph Blocher wird über die Oppositionspolitik informieren.
Christoph Blocher wird über die Oppositionspolitik informieren.
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Die «Arena» vom kommenden Freitag zur Frage, auf welche Themen die SVP ihre Opposition fokussiert, finde ohne die Beteiligung von aktiven Politikern der SP, FDP, CVP und der Grünen statt, wie SF mitteilte.

Die vier Parteien hätten der Redaktion mitgeteilt, sie seien mit der Themensetzung nicht einverstanden und wollten Blocher keine Plattform geben.

Direkter Anlass des Arena-Themas ist die Albisgüetli-Tagung vom Freitagabend.

Oppositionspolitik wird vorgestellt

Blocher hatte im Vorfeld angekündigt, er wolle am Traditionsanlass der Zürcher SVP anhand konkreter Themen erstmals die neue SVP-Oppositionspolitik umreissen.

Er ist künftig als einer von fünf Vizepräsidenten bei der SVP für Strategien und Kampagnen zuständig.

Die Arena wollte vor diesem Hintergrund mit der SVP, konkret mit Christoph Blocher sowie Spitzenvertretern der anderen Parteien die neue Rolle der SVP diskutieren.

Verpasste Chance

«Arena»-Produzentin Marianne Gilgen bedauerte die konzertierte Verzichtsaktion: «Die Parteien vergeben die Chance, Blocher in die Zange zu nehmen und möglicherweise Widersprüche in der Haltung der SVP aufzuzeigen».

Für Moderator Reto Brennwald ist klar, dass sich SF von keiner Partei die Themen setzen lassen will, wie er der SDA sagte.

Das Interesse an Blochers Ausführungen im Albisgüetli sei unbestritten. 80 Journalisten hätten sich akkreditiert.

(rr/sda)

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