Parteien sind sich (fast) einig: Weibel war gut
publiziert: Freitag, 24. Feb 2006 / 16:35 Uhr

Bern - SBB-Chef Benedikt Weibel hat nach der Ankündigung seines Rücktritts viel Lob ernten können.

Benedikt Weibel habe bei der SBB positive Spuren hinterlassen.
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Bundespräsident Moritz Leuenberger, Parteien und Gewerkschaften attestieren ihm gute Arbeit an der Spitze der SBB. Kritik gab es von SVP und FDP.

Im Zentrum des Lobes stehen Weibels Verdienste bei der Überführung der SBB vom Staatsbetrieb in eine Aktiengesellschaft. Gerühmt werden auch seine Sozialkompetenz sowie seine Qualitäten als Kommunikator.

Weibel habe die SBB mit einer «umsichtigen Dynamik» geführt, sagte Verkehrsminister Leuenberger. Es sei ihm gelungen, die SBB auf eine sozialverträgliche Art zu einer wettbewerbsfähigen Bahn zu machen. Auch habe er sehr gut kommuniziert.

Keine Entlassungen

Die Gewerkschaften rechnen Weibel hoch an, dass es trotz Abbau bei den Bundesbahnen zu keinen Entlassungen gekommen ist. Es habe allerdings Hochs und Tiefs gegeben mit Weibel. In den letzten Monaten hätten sich im Zusammenhang mit den anstehenden Verhandlungen zum Gesamtarbeitsvertrag (GAV) die Fronten verhärtet.

Die SP und die CVP loben Weibels Engagement für den Service public in einem schwierigen politischen Umfeld. «Er war eine Integrationsfigur und hat die Anliegen der SBB, auch bei der Schweizer Bevölkerung, gut vertreten», sagte SP-Sprecherin Claudine Godat.

100-prozentiger Einsatz

Es gab auch kritische Töne. Die SVP, die sich am SP-Parteibuch des SBB-Chefs stets gestört hatte, stellte fest, es handle sich um eine persönliche Entscheidung von Weibel. Die SVP sage dazu nichts, hoffe aber, dass sich die SBB unter Weibels Nachfolger «endlich wie ein grosses Unternehmen aufführe», sagte SVP-Sprecher Roman Jäggi.

Bei der Anpassung an den Markt hätte Weibel schneller vorwärts gehen können, kritisierte auch FDP-Sprecher Christian Weber. Doch die Überführung der SBB von einem Staatsbetrieb in eine AG - «eine nicht einfache Aufgabe» - sei Weibel gut gelungen. Generell habe er sich immer 100-prozentig eingesetzt.

Die Anforderungen für den Nachfolger oder die Nachfolgerin von Weibel sind damit gegeben. Er habe den Auftrag «zum Klonen» Weibels bereits erteilt, sagte Bundespräsident Leuenberger scherzhaft.

(bert/sda)

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