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Patrick Sutter: «Mister Bodycheck»
publiziert: Donnerstag, 30. Nov 2006 / 12:01 Uhr

Just, als der grosse Aufschwung des Schweizer Eishockeys begann, wurde Patrick Sutter ein Leistungsträger. In 145 Länderspielen und bei seinen über 800 NLA-Einsätzen erlebte er Höhen und Tiefen. Sutter sorgte zudem für «historische Momente» im Schweizer Eishockey.

Patrick Sutter ist mit 36 Jahren einer der erfahrendsten Verteidiger der Liga.
Patrick Sutter ist mit 36 Jahren einer der erfahrendsten Verteidiger der Liga.
Es war 1992 in Prag: Ein kleiner Baselbieter Verteidiger lehrte im WM-Halbfinale einem gewissen Peter Forsberg (damals erst den Eishockey-Insidern bekannt) mit einem fürchterlichen Check das Fürchten. Eine Nordwestschweizer Wochenzeitung titelte: «Sogar der schwedische Elch hatte Respekt vor dem Sissacher!»

Danach kam der Rückschlag: 1993 stieg die Schweiz überraschend an der WM in München ab. Aber Sutter blieb national erfolgreich: Olten, Lugano und Zug waren seine Stationen und der Sissacher Verteidiger mit dem grossen Kämpferherz und dem Top-Timing bei Körperchargen etablierte sich als Top-Verteidiger. Er blieb Nationalspieler bis zu den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City.

Schwarzer Punkt im «Hockey-CV»: Der «Viererbande»-Fall

In Lugano und Zug war er besonders erfolgreich. In Zug aber, schlug auch seine schwärzeste Stunde in der NLA: Patrick Sutter wurde vor fünf Jahren als Unruhestifter aus der Hertihalle verbannt. Nach fünf Jahren in der Fremde kehrte der eisenharte Verteidiger nun aber an den Zugersee zurück. Mit 36 ist er noch immer laufstark und hart und einer der erfahrensten Backs der gesamten Liga.

Die Vorgeschichte: Nach der verpfuschten Saison 2000/01 des EV Zug hatte eine «Task Force» die Sünder gesucht, die für die klägliche Vorstellung des Teams im Playoff-Viertelfinal gegen Kloten (0:4) verantwortlich waren. Vier Spieler – André Künzi, Dino Kessler, Patrick Sutter und André Rötheli – wurden in diesem Bericht öffentlich als «Viererbande» und Unruhestifter bezeichnet. Die Spieler liessen sich diese Anschuldigungen nicht bieten und verliessen – bis auf Künzi – den Verein. Nun ist Sutter mittlerweile mit dem EVZ (1998) und dem HC Lugano (2003) Schweizer Meister geworden und feierte diverse Erfolge mit dem HC Lugano Mitte der 90er Jahre. Im Vorjahr profilierte er sich als Retter in der Not bei den SCL Tigers in den Playouts, während seines Exils wohnte die Familie nach wie vor in Zug.

Ehemaliger Coach, aber neuer Vorstand

Sein aktueller Trainer ist für ihn ein «alter Bekannter», denn Sean Simpson war bei seiner ersten Meisterfeier 1998 damals schon EVZ-Coach. Zu seinem Glück sind die Leute aus der damaligen Vorstandsetage nicht mehr im Amt. «Ich bin überhaupt nicht nachtragend, das Kapitel ist für mich abgeschlossen», betonte Sutter immer wieder.

Mit seinen 175 cm und 79 Kilos ist Sutter nicht gerade ein Hüne und mit seinem Babyface auch nicht Furcht einflössend. Doch Sutter geht in die NLA-Geschichte ein als einer der konstantesten, härtesten, fleissigsten und intelligentesten Schweizer Backs. Seine Härte und sein Timing im Zweikampf, besonders bei so genannten «Open Ice Hits» (=Checks auf offenem Eis) sind Legende. Nicht zu Unrecht wird er in Hockeykreisen «Mister Bodycheck» genannt.

Sutters «historische Momente»

Interessant ist, dass für den Haudegen kein grosser Abwehrbrocken, sondern der subtile, technisch begabte und treffsichere ehemalige HCD-Verteidiger Ron Wilson das Vorbild war. Sutter ist aber auch torgefährlich und schiesst sogar historische Tore. Zweimal hat er bei einer WM eine Blamage des Schweizer Teams verhindert. Bei der WM 1998 in Zürich erzielte er im Schicksalsmatch gegen Frankreich das dritte Tor, bevor Marcel Jenni die Franzosen endgültig in die Abstiegsrunde verbannte. An der WM 2000 in St. Petersburg schnappte sich Sutter nach einer Strafe die Scheibe in der mittleren Zone, zog allen davon, trickste auch den Torhüter aus und versenkte den Puck unhaltbar in der hohen Ecke zum 2:2 gegen den scheinbar unschlagbaren Favoriten Russland. Die Schweiz gewann 3:2 und zog in die Viertelfinals. Bis zum Saisonende 2005/06 erzielte Sutter in seinen 756 NLA-Partien 130 Tore und 241 Assists.

Eishockey.ch- Scouting Report Patrick Sutter

JW. - Notengebung 1 bis 7 gemäss einem international anwendbaren Notenschlüssel.
7 = herausragend/Weltklasse, 6= Internationale Klasse, 5= NLA-Spitze, 4= NLA-Durchschnitt, 3= Rollenspieler, 2= NLA-würdig aber mit Mängel, 1= NLA-unwürdig

Technik/Skating: 5
Mentale Stärke: 5
Physis: 6
Kondition: 4,5
Disziplin: 5
Taktisches Verständnis: 6
Schusstechnik: 6
Killer Instinkt: 4
Belastbarkeit: 5
Zukunftsaussichten: 4,5

Total: Note 5,1

(Von Joël Wüthrich, Working Press Basel-Montreal/eishockey.ch)

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