Patrizia Pesenti kandidiert für Dreifuss-Nachfolge
publiziert: Donnerstag, 17. Okt 2002 / 17:06 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 17. Okt 2002 / 17:30 Uhr

Bellinzona - Die Tessiner Gesundheitsdirektorin Patrizia Pesenti stellt sich für eine Wahl in den Bundesrat zur Verfügung. Damit hat sich die Zahl der Kandidaturen für die Nachfolge von Ruth Dreifuss auf fünf erhöht.

Aus den Reihen der SP haben bereits die Genfer Staatsrätin Micheline Calmy-Rey, Nationalratspräsidentin Liliane Maury Pasquier und die Freiburger Regierungsrätin Ruth Lüthi ihr Interesse an einer Kandidatur publik gemacht. Die SVP setzt auf den Zürcher Nationalrat Toni Bortoluzzi als Sprengkandidaten.

Das ganze Tessin wird geschlossen hinter Frau Pesenti stehen, sagte Anna Biscossa, Präsidentin der Tessiner Sektion der SP, am Donnerstag an einer Medienkonferenz in Bellinzona. Laut Biscossa vertritt Pesenti die progressive italienischsprachige Schweiz.

Pesenti ihrerseits betonte, dass ihr der Entscheid zur Kandidatur nicht leicht gefallen sei. Die Tätigkeit des Bundesrates sei sehr interessant. Die Entscheidungen, die er trifft, müssen vier Kulturen Rechnung tragen. Dies ist die Perspektive, die mich vor allem anzieht, sagte Pesenti.

Als zweiten Grund nannte sie die Interessen ihres Heimatkantons. Das Tessin dürfe nicht nur jammern und sich darüber beklagen, dass es vom Rest der Schweiz vergessen werde: Wir müssen jede Möglichkeit der Teilnahme nutzen, um miteinander jeden Tag an der plurikulturellen Realität unserers Landes zu bauen.

Pesenti ist 43 Jahre alt, in Locarno aufgewachsen, im Kanton Zürich zur Schule gegangen, Anwältin und seit 1999 in der Tessiner Regierung für das Gesundheitswesen zuständig. Zuvor war die jüngste von drei Töchtern eines Lastwagenfahrers und Bauarbeiters während 14 Jahren als Tessiner Jugendanwältin tätig gewesen.

Pesenti ist geschieden und Mutter einer 11-jährigen Tochter. Als ihr politisches Vorbild bezeichnet sich den kürzlich verstorbenen Vater der AHV, den ehemaligen, vor kurzem verstorbenen alt Bundesrat Hans Peter Tschudi.

(sda)

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