Der stärkste Fahrer
Patron Nibali dominiert die Tour
publiziert: Sonntag, 20. Jul 2014 / 21:20 Uhr
Vincenzo Nibali ist kaum zu überholen. (Archivbild)
Vincenzo Nibali ist kaum zu überholen. (Archivbild)

Die zwei Alpenetappen vom Freitag und Samstag haben es noch einmal verdeutlicht: Vincenzo Nibali ist der mit Abstand stärkste Fahrer, die im Feld verblieben sind. Ein Konkurrent, der ihm den ersten Toursieg noch wegschnappen könnte, ist weit und breit nicht in Sicht.

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Ein Sturz oder eine Krankheit - das scheinen vor der letzten Woche der Frankreich-Rundfahrt die grössten Gegner Nibalis zu sein. Auf dem Rad ist Nibali spätestens seit dem Ausscheiden von Chris Froome und Alberto Contador so gut wie konkurrenzlos. Ob auf welligen Etappen wie in Sheffield, auf Kopfsteinpflaster wie in Arenberg oder in den Vogesen und in den Alpen - der Astana-Captain war jedem Terrain gewachsen.

Bis Paris fehlen dem 29-jährigen Italiener zu seinem grössten Erfolg «nur» noch die Pyrenäen und das Zeitfahren am zweitletzten Tag. Aber zumindest im Vergleich mit seinen Widersachern im Gesamtklassement dürfte Nibali auch im Kampf gegen die Uhr der Beste sein.

Und nach seinen beiden Glanzvorstellungen am Wochenende in Chamrousse (3. Etappensieg) und Risoul (2. Platz hinter Sieger Rafal Majka/Pol) zweifelt ohnehin niemand mehr daran, dass er als erst sechster Fahrer den «Grand Slam» im Radsport (Siege an der Tour, am Giro und der Vuelta) gewinnen wird. Seine Marge vor den drei Pyrenäen-Etappen auf den zweitklassierten Alejandro Valverde (Sp) beträgt 4:37 Minuten.

Giro und Tour?

Nibali dominiert die Tour derart, dass er bereits weiter in die Zukunft blickt. In Risoul sagte der Sizilianer, dass er sich überlege, nächstes Jahr im Giro und an der Tour auf den Sieg zu fahren. «In meinen jungen Jahren habe ich bereits einmal beide Rundfahrten bestritten. Jetzt bin ich in meinen besten Jahren und physisch so gut wie nie. Deshalb ist es nicht ausgeschlossen, dass man mich am Giro und an der Tour sehen wird.»

Zuerst wolle er sich aber noch mit dem Team besprechen. «Wir werden zuerst die Saison beenden und dann das Programm für nächstes Jahr anschauen.» Der letzte Fahrer, der das «Double» Giro/Tour gewonnen hat, war 1998 Nibalis mittlerweile verstorbener Landsmann Marco Pantani.

Umstrittenes Astana-Team

Ein designierter Sieger der Tour de France muss fast zwangsläufig Fragen zum Thema Doping beantworten. So auch Nibali - wobei sich der Italiener nicht wundern muss, wenn man sein Umfeld im umstrittenen Team Astana anschaut. Sein Teammanager Alexander Winokurow etwa wurde 2007 bei der Tour des Blutdopings überführt.

Nibalis Edelhelfer Michele Scarponi war bereits zweimal gesperrt, war in den Fuentes-Skandal verwickelt und soll Kunde bei Michele Ferrari, dem lebenslang gesperrten Mediziner und Vertrauten von Lance Armstrong, gewesen sein.

Am Wochenende wurde Nibali vorgeworfen, dass auch er 2009 mit Ferrari kooperiert haben soll. Dies wies der Tour-Leader zurück. «Es wurden viele Fehler von vielen Fahrern gemacht. Es ist gut, alles in der Vergangenheit zu lassen und mit einer neuen Generation nach vorne zu schauen», so Nibali. «Man muss den jungen Fahrern Platz geben, den Radsport zu verändern. Wir haben den Wandel auch schon mit dem biologischen Pass und den unangekündigten Tests gezeigt.»

(awe/Si)

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