App inklusive «Kuhglocke»
Patrouille des Glaciers auf dem Handy
publiziert: Mittwoch, 7. Mrz 2012 / 13:08 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 7. Mrz 2012 / 18:07 Uhr
Alles im Überblick.
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Zürich - Mit der 18. Patrouille des Glaciers (PDG) findet vom 25. bis 28. April einer der härtesten Skialpinismus-Wettkämpfe statt. Rund 1500 Patrouillen starten von Zermatt oder Arolla nach Verbier. Zum ersten Mal lässt sich das Rennen auf dem Handy live mitverfolgen.

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Ermöglicht wird dies durch die neue Patrouille-des-Glaciers-App von Swisscom. Weltweit können Skifans das Rennen nun auf ihrem Smartphone verfolgen. Informiert wird über Streckenverlauf und Ranglisten.

Alle wichtigen Informationen über die 4500 Teilnehmenden werden in Echtzeit angezeigt, wie das Telekommunikationsunternehmen am Mittwoch mitteilte. Dank einer virtuellen Kuhglocke könne die App auch gleich zum lautstarken Anfeuern vor Ort genutzt werden.

Die genauen Standorte und Daten der Teams werden mithilfe eines kleinen Handys übermittelt, das die Teilnehmer bei sich tragen. Dieses speziell für extreme Wetterverhältnisse entwickelte Mobiltelefon dient zudem als einfach zu bedienender Notrufsender.

Beim Drücken der Notruftaste wird nicht nur eine Sprachverbindung zur Notrufzentrale aufgebaut, sondern auch automatisch eine SMS mit den exakten GPS-Koordinaten versendet. So lasse sich die Sicherheit der Teams während des Rennens verbessern und vereinfachen, heisst es in der Mitteilung.

Für das lückenlose Mobilfunknetz entlang der Wettkampfstrecke arbeitet die Swisscom eng mit dem Kommando der Patrouille des Glaciers und der Führungsunterstützungsbasis der Armee zusammen.

Der Aufbau eines temporären Netzes in den Walliser Alpen stellt eine grosse Herausforderung dar. Das hochalpine Terrain erschwert den Transport der Ausrüstung, und die niedrigen Temperaturen beeinträchtigen deren Funktionsfähigkeit.

Zukunft ungewiss

Die Kosten der alle zwei Jahre stattfindenden PDG belaufen sich auf rund sechs Millionen Franken. Davon werden 3,5 Millionen von der Schweizer Armee übernommen.

Unklar war zunächst, wie es 2014 weiter geht. Am Mittwoch nun teilte PDG-Sprecher David Beeler der Nachrichtenagentur sda mit, dass die Ausgabe 2014 sicher stattfinden werde. Die Armeeverantwortlichen hätten grünes Licht für die Planung gegeben. Die weitere Zukunft bleibt aber ungewiss.

(knob/sda)

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