Pegel sinken - Gefahr noch nicht gebannt

publiziert: Mittwoch, 24. Aug 2005 / 21:31 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 24. Aug 2005 / 23:50 Uhr

Bern - Während in vielen Hochwassergebieten die Pegelstände sinken, ist in der Innerschweiz und im Bernischen die Gefahr noch nicht gebannt. In der Stadt Bern wurde das Mattequartier zwangsgeräumt. In Brienz und Küblis blieben zwei Frauen vermisst.

In der Stadt Bern wurde das Mattequartier zwangsgeräumt.
In der Stadt Bern wurde das Mattequartier zwangsgeräumt.
7 Meldungen im Zusammenhang
Am prekärsten blieb die Hochwasserlage im Laufe des Tages in der Innerschweiz sowie in Bern und im Berner Oberland. Durch das Berner Mattequartier floss weiterhin die Aare. Am Abend beschloss der Regierungsstatthalter, sämtliche Bewohnerinnen und Bewohner aus ihren Häusern zu holen.

Die Zwangsevakuation wurde beschlossen, weil ein Einsturz der Altstadthäuser nicht ausgeschlossen werden konnte. Wegen der starken Strömung mussten Helikopter die Menschen bergen.

Im übrigen Kanton Bern entspannte sich die Lage ein wenig. Fieberhaft wurde in allen Überschwemmungsgebieten an der Wiedereröffnung von Verkehrswegen gearbeitet.

Von der Umwelt isoliert

Von der Umwelt abgeschnitten blieben aber das Diemtigtal, das Oberhasli und Brienz im Berner Oberland. In der Innerschweiz waren das Melchtal, Engelberg OW, Bauen und Isenthal UR isoliert. Vielerorts muss das Trinkwasser abgekocht werden.

Riskant war die Lage auch in Lungern OW: Dort konnte ein Murgang zwar unter Kontrolle gebracht werden, ein über 300 Kubikmeter grosser Felsblock gefährdete die Gemeinde aber. Er wurde am Nachmittag gesprengt. 100 Evakuierte konnten darauf wieder in ihre Häuser zurückkehren.

Im nidwaldnerischen Ennetbürgen stieg der Vierwaldstättersee erneut. Die seenah wohnende Bevölkerung wurde aufgefordert, in den Häusern zu bleiben. Auch Brunnen SZ war, wie andere Anrainergemeinden des Sees, überschwemmt.

Arbeit durch Gaffer behindert

In Luzern standen weite Teile der Innenstadt unter Wasser. Gaffer behinderten die Arbeit der Einsatzkräfte. Deshalb wurde ein Steg über die Reuss gesperrt. Nur noch zwei Brücken sind uneingeschränkt offen. Im Keller des Verkehrshauses wurden unersetzbare Fahrzeuge und Archivmaterialien zerstört.

Im Kanton Schwyz blieb die Lage in etwa gleich, in Zug trat eine Entspannung auf. Im Kanton Uri soll die Autobahn A2 am Wochenende wieder geöffnet werden.

(bert/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - In der Berner Matte sind die ... mehr lesen
Die Ingenieure und Statiker der Stadt müssen jede einzelne Liegenschaft bezüglich Statik prüfen.
Frachtschiffe können wieder alle vier Häfen beider Basel anlaufen.
Basel - Die Schiffe können von ... mehr lesen
Bern - In den Hochwasser-Gebieten ... mehr lesen
Der Schlamm hat vierlorts zu einer Verschmutzung des Trinkwassers geführt.
Das Streckennetz ist nur zum Teil wieder befahrbar.
Bern - Die Lage auf dem Schweizer ... mehr lesen
Bern - Der Bundesrat zeigt sich in ... mehr lesen
Gemeinden um den Brienzersee wurden besonders schwer getroffen.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Die «Schlammstrasse» von Brienz. Das Dorf wurde von den Überschwemmungen verwüstet.
Luzern - In der Zentralschweiz ... mehr lesen
Thun - Der Thunersee überläuft. Obwohl es nicht mehr regnet, steigt der Pegel weiter. Die Schäden sind immens. mehr lesen
In den Quartierstrassen treibt sehr viel Schwemmholz.
Rot markierte Häuser sind zerstört, grüne intakt.
Rot markierte Häuser sind zerstört, grüne intakt.
Steht unser Haus noch? Diese Frage stellen sich Menschen auf der ganzen Welt, die Opfer von Waldbränden wurden. Dies festzustellen war nicht einfach, doch nun können - sobald sich der Rauch für Luftaufnahmen verzogen hat, Gebäudeschäden innerhalb Minuten erkannt werden. mehr lesen 
Schlamm und Schutt  Schwäbisch-Gmünd - Bei schweren Unwettern und Überschwemmungen sind in Süddeutschland vier Menschen ums Leben gekommen. In Schwäbisch Gmünd wurden am Montag zwei Männer tot geborgen, sie waren in einen Kanalschacht gesogen worden. mehr lesen  
Region westlich von Houston besonders betroffen  Washington - Bei schweren Unwettern im US-Bundesstaat Texas sind mindestens sechs Menschen ... mehr lesen  
Wir ermöglichen Werbekunden die Präsentation ihrer Inhalte (Unternehmens- oder Produkteinformationen) im Look & Feel von wetter.ch. Meldungen sind je nach Rubrikenzugehörigkeit speziell gekennzeichnet. Für deren Inhalt ist ausschliesslich der jeweilige Auftraggeber verantwortlich.

NEWS BUCHEN
Wenn auch Sie Ihre aktuellen Neuigkeiten zur richtigen Zeit und am richtigen Ort zielgruppen- gerecht publizieren möchten, wenden Sie sich bitte an unser Verkaufsteam.

WERBUNG BUCHEN Gerne beraten wir Sie kompetent und individuell auch zu weiteren vielfältigen Werbemöglichkeiten in unserem Netzwerk.
Chris Sigrist
Chris Sigrist, sigrist@wetter.ch
Mobile +41 (0)78 690 69 00
Skype chris_vadian_net
 
News
         
Übernachtung im Iglu-Dorf Zermatt: Schlafen wie die Eiskönigin und der Eiskönig.
Publinews Einzigartige Übernachtungserlebnisse  Themenhotels bieten eine einzigartige Möglichkeit für Reisende, eine unvergessliche Erfahrung zu machen, die über die ... mehr lesen
Für einen europäischen Roadtrip gibt es einen Reiseplan, der perfekt zu den Wettervorlieben passt.
Publinews Sich auf einen europäischen Roadtrip zu begeben, bietet ein Kaleidoskop an Erfahrungen, Landschaften und ... mehr lesen
begehrt. umsorgt. gemartert. Körper im Mittelalter: Das Plakat der Ausstellung.
Publinews Noch bis zum 14.07. im Landesmuseum Zürich  Der menschliche Körper war im Mittelalter ein Ort voller Widersprüche: Er wurde verehrt, unterdrückt, gepflegt und bestraft. Die neue ... mehr lesen
Das mögen die Schweizer und Touristen am liebsten, die bei Tripadvisor bewerten.
Publinews Auswertungen des Bewertungsportals TripAdvisor haben ergeben, dass in der Schweiz äthiopische Restaurants am höchsten ... mehr lesen
Florale Interpretation von Heidi Huber, Frauenfeld, zum Werk von Ugo Rondinone (*1964), viertermaineunzehnhundertzweiundneunzig, 1992.
Galerien Florale Interpretationen von Werken aus der Sammlung 5.3. - 10.3.2024  Seit der ersten Ausstellung Blumen für die Kunst im März 2014 sind bereits zehn Jahre vergangen. Zehn Jahre, in denen der Frühling in Aarau ... mehr lesen
Jeff Wall, Milk, 1984, Grossbilddia in Leuchtkasten, 187 x 229 cm.
Publinews Noch bis zum 21.04.2024  Zu Beginn des neuen Jahres präsentiert die Fondation Beyeler Werke des kanadischen Künstlers Jeff Wall (*1946) in einer umfangreichen Einzelausstellung. ... mehr lesen
Viele Europäer zieht es im Winter nach Sudostasien.
Publinews Während es in der Schweiz noch bis zum Mai relativ kühl bleiben kann, beginnt in Südostasien zum Anfang eines jeden Jahres die beste Urlaubszeit. Die ... mehr lesen
Dampfen um die ganze Welt.
Publinews Vaping, das elektronische Rauchen von E-Zigaretten, erfreut sich einer steigenden Beliebtheit. Das Dampfen ist eine interessante Alternativ zur ... mehr lesen
Spello ist eine mittelalterliche Stadt in Umbrien.
Publinews Italien ist bekannt für seine malerischen Städte, reiche Geschichte und atemberaubende Landschaften. Eine dieser bezaubernden Städte ist Spello, die in der ... mehr lesen
Warum nicht in Deutschland auf die Skipiste?
Publinews Die Schweiz hat zwar viele hervorragende Skigebiete zu bieten, doch die Preise für Hotels und Verpflegung sind zur Hochsaison entsprechend teuer. Beim Nachbarn in ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF