Peking bedauert Ausschreitungen
publiziert: Sonntag, 10. Apr 2005 / 10:23 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 10. Apr 2005 / 15:01 Uhr

Peking - Nach den teils gewalttätigen anti-japanischen Demonstrationen in Peking hat die chinesische Regierung die Ausschreitungen bedauert. In mehreren chinesischen Städten gingen die Kundgebungen weiter.

Im Jahr 1937 töteten japanische Soldaten 300 000 Menschen in der Stadt Nangking.
Im Jahr 1937 töteten japanische Soldaten 300 000 Menschen in der Stadt Nangking.
7 Meldungen im Zusammenhang
Nach Angaben der japanischen Botschaft in Peking versicherte der chinesische Vize-Aussenminister Qiao Zoghuai Botschafter Koreshige Anami, die chinesischen Behörden würden alles unternehmen, um derartige Zwischenfälle künftig zu unterbinden.

Nach den Ausschreitungen hatte der japanische Aussenminister Nobutaka Machimura bereits offiziell Protest beim chinesischen Botschafter in Tokio eingelegt.

Auch in Schanghai gab es vor dem japanischen Konsulat Protestaktionen. Zwei japanische Studenten wurden am Samstag in einem Restaurant der Hafenstadt von Chinesen verprügelt und mussten im Spital ambulant behandelt werden, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo meldete.

Mehr Proteste

Nach den Demonstrationen von gestern gingen die anti-japanischen Proteste weiter. Nach Angaben japanischer Diplomaten versammelten sich insgesamt rund 20 000 Demonstranten vor den japanischen Konsulaten der südchinesischen Städte Kanton und Shenzhen.

Auslöser der Proteste war die Zulassung eines japanischen Schulbuches am Dienstag, das nach Ansicht der Chinesen die japanischen Kriegsverbrechen in Asien verharmlost.

Umstrittenes Geschichtsbuch

Das umstrittene Geschichtsbuch soll ab April 2006 zum Einsatz kommen; es richtet sich an Schüler zwischen 13 und 15 Jahren.

Kritisiert wird vor allem, dass in dem Buch niemals der Begriff Invasion für die Besetzung weiter Teile Asiens durch die japanische Armee genannt wird.

Das Massaker von Nangking, bei dem japanische Soldaten im Jahr 1937 rund 300 000 Menschen töteten, erwähnt das Buch lediglich als Zwischenfall. China und auch Südkorea haben gegen das Buch formalen Protest eingelegt.

(bsk/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Demütigung: Japanische Besatzer in China, Anfang der 40er Jahre.
Peking - "Ich habe wirklich nichts ... mehr lesen
Peking/Tokio - Die Spannungen ... mehr lesen
Japan will im ostchinesischen Meer bald Öl fördern.
Wen Jiabao spricht Tacheles.
Peking - Chinas Ministerpräsident ... mehr lesen
Tokio - Tokio will die Spannungen mit China nach den antijapanischen Demonstrationen auf diplomatischen Weg lösen. Im Streit um ein japanisches Geschichtsbuch rief die Regierung in Tokio zum Dialog auf. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Etschmayer In Deutschland waren in letzter Zeit Stimmen laut geworden, die fordern, die Vergangenheit Vergangenheit sein zu lassen. Sie sind der Meinung, dass di ... mehr lesen 
Peking - Tausende Chinesen haben ... mehr lesen
Um Schüler in Japan zu schützen, demonstrierten 20'000 in Peking.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Gezi Park Proteste in Istanbul in 2013. (Archivbild)
Gezi Park Proteste in Istanbul in 2013. ...
«Überall ist Taksim, überall ist Widerstand»  Istanbul - Zum dritten Jahrestag des Beginns der Gezi-Proteste haben in Istanbul Hunderte Menschen gegen die islamisch-konservative Staatsführung der Türkei demonstriert. mehr lesen 1
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. ... mehr lesen   1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nahm an der Gedenkfeier teil.
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben Deutschland und Grossbritannien am Dienstag gemeinsam der tausenden Toten des grössten Seegefechts der Geschichte ... mehr lesen  
Gotthard 2016  Berlin - «Tunnel» - mit sechs Riesenbuchstaben feiert die Schweizer Botschaft in Berlin die ... mehr lesen   1
Die Schweizer Botschaft in Berlin mit Tunnel-Schriftzug.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 15°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig gewitterhaft
Basel 16°C 29°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig gewitterhaft
St. Gallen 16°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig gewitterhaft
Bern 16°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig gewitterhaft
Luzern 15°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
Genf 15°C 29°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
Lugano 16°C 31°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten