Pelli sucht Nähe zu Bürgerlichen
publiziert: Sonntag, 6. Mrz 2005 / 13:23 Uhr

Bern - Der neu gewählte FDP-Präsident Fulvio Pelli muss eine schlingernde Partei auf Kurs bringen. Dabei sucht er vor allem die Nähe zu CVP und SVP.

Der verwaiste Chefsessel ist besetzt: Fulvio Pelli hat zukünftig bei der FDP das Sagen.
Der verwaiste Chefsessel ist besetzt: Fulvio Pelli hat zukünftig bei der FDP das Sagen.
2 Meldungen im Zusammenhang
Von der SVP verlangt er, sich von einer populistischen Protestpartei zu einer konstruktiven Kraft zu wandeln. Bei der Europa- oder Gesellschaftspolitik könne die FDP mit der SP zusammenarbeiten.

SP und Grüne stehen mit ihren Positionen in der Wirtschafts- und Finanzpolitik aber viel zu weit links, sagte Pelli in einem Interview mit der SonntagsZeitung. Er wolle deshalb eine Mitte-rechts-Koalition in der Wirtschaftspolitik.

Es braucht Zusammenarbeit

Der Pol Mitte-Rechts gehöre klar der FDP, sagte Pelli der NZZ am Sonntag. Dabei kämpfe er aber nicht gegen die CVP. Nur glaube er nicht, dass die CVP einen dritten Pol in der politischen Landschaft schaffen könne. Um Reformen durchzusetzen brauche es eine Zusammenarbeit zwischen FDP, CVP und SVP.

Bei der Finanzpolitik bringe die SVP aber immer neue populistische Anträge - wie die diversen Sparvorschläge, die nichts bringen, sagte Pelli dem SonntagsBlick. Dafür gebe es im Parlament keine Mehrheiten - auch weil die Linke dafür nicht helfe. Beim Sparen habe er die Präsenz der SP noch kaum bemerkt.

In der Partei beginnen

Der Tessiner Nationalrat will Einzelmassnahmen durchsetzen, um den Staat fit zu machen. Im Visier hat er überholte Strukturen wie etwa Kriegsreserven, die Lex Friedrich oder die Wohnbauförderung. Das seien Strukturen des Staates, die nicht mehr nützlich seien.

Als dringendste Aufgabe will Pelli als Parteipräsident zuerst in der FDP eine Reihe von Themen klären. Zum Beispiel brauche es eine breite Abstützung der Delegierten für einige Vorlagen. Dazu zählt Pelli alternative Vorschläge zur CO2-Abgabe und zur Unterstützung von Familien, wie er der SonntagsZeitung sagte.

Pelli äusserte sich auch zum schwindenden Wahlerfolg der FDP. In der Schweiz habe man sich in der Vergangenheit viele Sorgen um Gerechtigkeit und sozialen Ausgleich gemacht, sagte er dem SonntagsBlick. Dabei habe man versäumt, etwas Neues entstehen zu lassen. Wir haben viel geschützt, aber wenig geschaffen.

(rp/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Der neue Präsident der FDP ... mehr lesen
Fulvio Pelli will Mut zur Eigenständigkeit und Teamgeist zeigen.
Rolf Schweiger trat aus gesundheitlichen Gründen zurück.
Bern - Die FDP Schweiz wählt in ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Private Radio- und Fernsehveranstalter werden mit 30 Millionen Franken aus der Radio- und Fernsehabgabe direkt unterstützt.
Private Radio- und Fernsehveranstalter werden mit 30 ...
57.5 Millionen Franken für entgangene Werbeeinnahmen  Bern - Die Coronavirus-Pandemie trifft die Medien hart. Ihre Werbeeinnahmen sind bereits drastisch gesunken. Aufgrund der besonderen Bedeutung der Medien für die Demokratie hat das Parlament in der ausserordentlichen Session breit abgestützte Motionen überwiesen, um finanzielle Soforthilfe im Umfang von 57.5 Millionen Franken zu leisten. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 20. Mai 2020 zwei entsprechende Notverordnungen verabschiedet. mehr lesen 
Verbände Detailhandelsumsätze im März 2020  Bern - Die um Verkaufs- und Feiertagseffekte bereinigten Detailhandelsumsätze sind im März ... mehr lesen  
Der Detailhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren verbuchte eine Zunahme der nominalen und realen Umsätze von jeweils 8,4%.
Ab dem 11. Mai können Gastrobetriebe unter strengen Auflagen wieder öffnen. In einem ersten Lockerungsschritt sind an einem Tisch maximal vier Personen oder Eltern mit Kindern erlaubt.
Publinews Läden, Restaurants, Märkte, Museen und Bibliotheken dürfen wieder öffnen  Bern - Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 29. April 2020 entschieden, die Massnahmen zum Schutz vor dem ... mehr lesen  
Auch die Online Medien sollen profitieren  Bern - Die Medien sind für unsere direkte Demokratie von zentraler Bedeutung. Sie informieren die Bevölkerung und ermöglichen dadurch wichtige Debatten. Sinkende Erträge machen ... mehr lesen
Um die Medienbranche bei der digitalen Transformation zu unterstützen, sollen neu auch Online-Medien gefördert werden.
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 11°C 15°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig trüb und nass
Basel 11°C 17°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wechselnd bewölkt, Regen
St. Gallen 10°C 13°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig trüb und nass
Bern 10°C 15°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt, Regen
Luzern 11°C 15°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig trüb und nass
Genf 10°C 15°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Lugano 11°C 17°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich anhaltender Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten