«Pendolino»-Pannenzug wird Ende 2014 ausgemustert
publiziert: Dienstag, 31. Mai 2011 / 14:53 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 31. Mai 2011 / 15:20 Uhr
Ein Cisalpino der Serie ETR-470.
Ein Cisalpino der Serie ETR-470.

Basel/Bern - Die SBB mustern den pannenträchtigen Pendelzug ETR-470 per Ende 2014 aus. Die mit 4,2 Mio. gefahrenen Kilometern bald fällige Grossrevision ihrer vier Züge führten sie nicht mehr durch, teilten die SBB am Dienstag mit. Für früheren Ersatz fehle das Rollmaterial.

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Von den einst neun ETR-470-Zügen des schweizerisch-italienischen Joint-Venture-Unternehmens Cisalpino AG waren vier an die SBB übergegangen. Seitdem diese die Wartung übernommen haben, seien die Störungen dieser Züge halbiert worden. Der Unterhalt des Pannenzuges bleibe aber «sehr wartungsintensiv».

Mangels Rollmaterial sei nicht möglich, den ETR-470 früher aus dem Verkehr zu ziehen. Damit diese Züge bis 2014 brauchbar bleiben, investiere die SBB weitere 12 Mio. Franken. Zudem wollten sie zwischen Zürich und Mailand neben den ETR-470 auch normale Züge einsetzen, was die Wartungsintervalle erweitere und die ETR schone.

Vom verbesserten Nachfolger-Zug des ETR-470, dem ETR-610, fahren gemäss dem am Dienstag präsentierten Fahrplanentwurf nur noch SBB-Züge dieses Typs auf Schweizer Boden - auf der Simplon-Linie zwischen Mailand und Basel oder Genf. Trenitalia setzt ihre sieben ETR-610-Züge laut SBB künftig nur noch im nationalen Verkehr ein.

Das hat indes Folgen für die Gotthard-Linie Basel-Luzern-Mailand: Dort löst ab Dezember 2011 ein ETR-470 den ETR-610 ab, womit die Verlängerung nach Venedig nicht mehr weitergeführt werden könne. Es gebe Anschlussverbindungen in Mailand.

Schneller nach Paris

Der Fahrplanwechsel am 11. Dezember sieht weiter mit dem TGV Rhin-Rhone schnellere Verbindungen mit Paris vor. Der Fahrplanentwurf 2012 ist vom Bundesamt für Verkehr (BAV) am Dienstag ins Internet gestellt worden.

Der TGV Rhin-Rhone zwischen Mülhausen, Belfort und Dijon wird auf den kommenden Fahrplanwechsel hin in Betrieb genommen. Damit verkürze sich die Reisezeit zwischen Zürich, Basel und Paris um weitere 30 Minuten, heisst es in den Anmerkungen der SBB zu den Fahrplanänderungen.

Auf der Gotthardstrecke zwischen Zürich und Lugano wollen die SBB parallel zu den Eurocity-Zügen zusätzliche ICN-Züge fahren lassen. Dies diene der «Sicherstellung der nationalen Transportketten», denn so könne das Taktangebot mit allen Anschlüssen auch dann aufrecht erhalten werden, wenn die internationalen Züge verspätet unterwegs sind.

(asu/sda)

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