Pentagon bestätigt Echtheit neuer Folterbilder
publiziert: Donnerstag, 16. Feb 2006 / 07:07 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 16. Feb 2006 / 07:47 Uhr

Washington - Das US-Verteidigungsministerium hat bestätigt, dass die veröffentlichten Fotos von Folterungen irakischer Häftlinge in Abu Ghraib authentisch sind.

Das Pentagon kennt die Foto aus einer internen Untersuchung.
Das Pentagon kennt die Foto aus einer internen Untersuchung.
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Ein Pentagon-Mitarbeiter bestätigte die Echtheit von mindestens 14 der Fotos. Bei diesen handle es sich um Fotos, die vom US-Militär bereits vor zwei Jahren bei seiner internen Untersuchung des Abu-Ghraib-Skandals zusammengestellt worden seien. Nur bei einem einzigen der 15 vom australischen Sender SBS veröffentlichten Bilder könne die Echtheit nicht bestätigt werden.

Drei der Fotos stammen nach den Angaben aus einer Sammlung von insgesamt 70 Bildern, deren Freigabe ein US-Gericht auf Antrag von Menschenrechtsvertretern angeordnet hatte. Das Justizministerium hat Berufung gegen den Entscheid mit der Begründung eingelegt, dass die Fotos gewalttätige Reaktionen in der islamischen Welt hervorrufen könnten.

In diesem Sinne äusserte sich am Mittwoch auch Pentagon-Sprecher Bryan Whitman. Die weitere Veröffentlichung derartiger Bilder aus Abu Ghraib könne «unnötige Gewalt in der Welt auslösen und unsere Männer und Frauen in den Streitkräften» gefährden, sagte er.

UNO: «Tief verstörende Fotos»

Die UNO stufte die veröffentlichten Fotos als «tief verstörend» ein. UNO-Generalsekretär Kofi Annan hoffe auf eine möglichst schnelle Untersuchung zu den Fotos, sagte sein Sprecher Stéphane Dujarric.

Auf den neuen Bildern ist unter anderem ein Mann mit einer aufgeschlitzten Kehle zu sehen, einer mit massiven Kopfverletzungen sowie ein Insasse mit schweren Verbrennungen am Arm. Nach Angaben von SBS waren die Bilder im Jahr 2004 im Gefängnis gemacht worden.

(fest/sda)

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