Per Mausklick ins Gebirge
publiziert: Montag, 28. Nov 2005 / 08:22 Uhr

Solothurn - «Somewhere else is the same place» heisst die virtuelle Welt, die das Künstlerpaar Monica Studer/Christoph van den Berg im Kunstmuseum Solothurn aufgebaut hat.

Monica Studer/Christoph van den Berg am Computer.
Monica Studer/Christoph van den Berg am Computer.
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Im Mittelpunkt steht die am Computer simulierte Berglandschaft.

Dem seit 2000 laufenden Internet-Projekt «Hotel Vue des Alpes» verdankt das in Basel lebende Paar seine Bekanntheit. Für die Ausstellung haben Studer/van den Berg weitere interaktive Werke installiert, in welchen durch alpine Landschaften gesurft werden kann.

Exportartikel für Japan

Ein idealer Exportartikel für die diesjährige Weltausstellung im japanischen Aichi war der im Inneren begehbare Berg des Schweizer Künstlerpaars. Nun kann ein Zehntel dieses Monuments als Ausschnitt einer Bühnenlandschaft in Solothurn bestaunt werden.

Ungeübte Augen nehmen die am Computer errechneten 3-D-Modelle von Gestein als wirklichkeitsferne Konstrukte wahr und sehen keinen direkten Zusammenhang mit realen Gesteinsformationen. «Uns interessiert das Spiel mit dem Wiedererkennungseffekt und der Glaubwürdigkeit; also eine Welt zu konstruieren, die wirkt, wie eine, in der man schon gewesen ist», hat Monica Studer im Vorfeld der Ausstellungseröffnung gegenüber der NZZ am Sonntag erklärt.

Scrollen im Gelände

Für die Besucherin liegt der Reiz der Computerinstallationen gerade in ihrer befremdend künstlichen Wirkung. Spannend ist die mit einer Tonspur angereicherte Arbeit, wo sich ein leuchtender Wasserfall zwischen einer statischen Gesteinskulisse als animierter Teil bewegt. Zwei grosse und zwölf kleineren Ink-Jet-Prints wirken dagegen flacher und wegen ihrer matten Farbigkeit etwas verstaubt ohne das Bildschirmlicht des PC, das die Farben zum Leuchten bringt und den Bildraum plastischer erscheinen lässt.

Ein schönes Beispiel dafür ist die «Wiese», eine Computeranimation, bei der über eine Magerwiese gescrollt werden kann. Wie durch eine gezoomte Kamera wandert der Blick über plastisch gestaltetes grünes Gras vorbei an bunten Blumen.

In der interaktiven Projektion «Nebel» schliesslich kann über steiniges Gelände gescrollt werden. Dabei stösst man auf Holzabschrankungen, gelbe Wegweiser oder einen Hochspannungsmast. Wie in einem Computerspiel bewegt man sich durch eine virtuelle Welt.

Zeichnungen im Kabinett

«Schmetterlingskasten» heisst die gleichzeitige Ausstellung im Graphischen Kabinett. Aus der Sammlung des Kunstmuseums Solothurn werden zahlreiche Zeichnungen aus dem 20. Jahrhundert gezeigt.

Notiz: Bis 12. Februar 2006. Öffnungszeiten: Di-Fr 10-12/14-17, Sa/So 10-17 Uhr. Das Katalogbuch kostet 42 Franken.

(Barbara Miesch, sfd/sda)

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