Personenfreizügigkeit: Befürworter liegen vorne
publiziert: Freitag, 9. Jan 2009 / 17:05 Uhr / aktualisiert: Freitag, 9. Jan 2009 / 17:25 Uhr

Zürich - Im Kampf um die Personenfreizügigkeitsvorlage liegen die Befürworter gemäss einer veröffentlichten Umfrage von SRG SSR idée suisse leicht vorne. Das Ja am 8. Februar ist aber noch nicht gesichert.

Die Kantone stimmten mit Ja: Lorenz Bösch, Präsident der Konferenz der Kantonsregierungen KdK.
Die Kantone stimmten mit Ja: Lorenz Bösch, Präsident der Konferenz der Kantonsregierungen KdK.
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Wäre am letzten Wochenende abgestimmt worden, hätten 49 Prozent Ja gestimmt. 40 Prozent hätten ein Nein eingelegt. 11 Prozent waren noch unentschlossen. 48 Prozent der Befragten wollen an der Abstimmung teilnehmen. Dies deutet gemäss SRG-Angaben auf ein überdurchschnittliches Interesse hin.

Auffallend sei, dass die Zahl der Unentschiedenen im Vergleich zu anderen Abstimmungen relativ tief sei, was auf eine fortgeschrittene Meinungsbildung hindeute.

Die SRG-Umfrage wurde zwischen dem 22. Dezember und dem 4. Januar vom Forschungsinstitut gfs.bern bei 1201 stimmberechtigten Personen in allen Landesteilen durchgeführt. Der statistische Fehlerbereich bei der gesamten Stichprobe beträgt +/- 2,9 Prozent.

Klassisches Muster bei EU-Vorlagen

Die Befragung über die Weiterführung der Personenfreizügigkeit und deren Ausdehnung auf Bulgarien und Rumänien ergab laut der Mitteilung der SRG das klassische Muster bei europapolitischen Vorlagen. Die Wähler von FDP, CVP, SP und Grünen stehen hinter der Vorlage, die Basis der SVP lehnt sie dagegen deutlich ab.

Am stärksten für die Vorlage sind die Wähler der Grünen mit 71 Prozent, gefolgt von jenen der FDP mit 69 Prozent, der SP mit 67 Prozent und der CVP mit 55 Prozent. Bei der SVP beträgt die Ablehnungsquote 70 Prozent. Bei den parteiungebundenen Wählern überwiegen die Ja-Sager mit 52 gegen 37 Prozent.

Patt in der Deutschschweiz

Nach Sprachregionen betrachtet liegen in der Deutschschweiz Befürworter und Gegner fast gleichauf. 47 Prozent befürworten die Personenfreizügigkeit, 44 Prozent lehnen sie ab. 9 Prozent sind unentschlossen.

Eindeutiger, aber gegensätzlich sind die Verhältnisse in der lateinischen Schweiz: In der Romandie sind 61 Prozent für die Vorlage und 23 Prozent dagegen. Die italienischsprachige Schweiz dagegen verwirft die Personenfreizügigkeit mit 66 zu 31 Prozent wuchtig.

(tri/sda)

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