Erhöhte DDE-Werte im Blut
Pestizid mit Alzheimer in Zusammenhang gebracht
publiziert: Dienstag, 28. Jan 2014 / 14:40 Uhr
Untersuchte Patienten haben signifikant erhöhte DDE-Werte im Blut. (Symbolbild)
Untersuchte Patienten haben signifikant erhöhte DDE-Werte im Blut. (Symbolbild)

New Brunswick/Atlanta - Der Kontakt mit einem in der Vergangenheit oft eingesetzten Pestizid kann die Wahrscheinlichkeit von Alzheimer erhöhen.

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Zu dem Fazit kommt eine Studie von Forschern der Rutgers University und Emory. Alzheimer-Patienten verfügten über vier Mal höhere DDT-Werte als gesunde Menschen. Das Pestizid wird heute noch in einigen Ländern zur Bekämpfung von Malaria eingesetzt.

Plaquen im Gehirn

DDT wurde Ende des Zweiten Weltkriegs sehr erfolgreich im Kampf gegen Malaria eingesetzt und später zum Schutz der Ernten. Die Folgen auf den menschlichen Organismus und die Umwelt wurden immer wieder diskutiert. Das Pestizid wurde in den USA und vielen anderen Ländern 1972 verboten. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt es jedoch heute noch zur Bekämpfung von Malaria. DDT bleibt auch dann noch im Körper, wenn es bereits zu DDE abgebaut worden ist.

Die Experten testeten die Blutwerte von 86 Alzheimer-Patienten auf DDE und verglichen die Ergebnisse mit jenen von 79 Personen ähnlichen Alters und Hintergrunds. Die Ergebnisse zeigten, dass die Alzheimer-Patienten über 3,8 Mal so hohe DDE-Werte verfügten. Manche gesunde Teilnehmer verfügten jedoch ebenfalls über hohe DDE-Werte, manche Patienten hatten niedrige Werte. Alzheimer trat auch schon vor dem Einsatz von DDT auf. Die Forscher gehen davon aus, dass die Chemikalie die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung erhöhen kann und eine Rolle bei der Entstehung der Plaquen im Gehirn spielen dürfte, schreibt JAMA Neurology.

Starker Risikofaktor

Laut Allan Levey vom Alzheimer's Disease Research Centre der Emory University ist diese Studie eine der ersten, die einen starken Risikofaktor für Alzheimer identifiziert, der aus der Umwelt stammt. «Dieser Effekt ist erstaunlich gross. Er ist mit den meisten bekannten genetischen Risikofaktoren vergleichbar.» Mitautor Jason Richardson ergänzt, dass die Menschen in den USA diesen Chemikalien noch immer ausgesetzt sind. Verantwortlich dafür sind der Import von Lebensmitteln und die Tatsache, dass DDE sehr lange in der Umwelt erhalten bleibt.

(tafi/pte)

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