Vom EDA zum Roten Kreuz
Peter Maurer wird neuer IKRK-Präsident
publiziert: Mittwoch, 19. Okt 2011 / 14:04 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 19. Okt 2011 / 18:56 Uhr
Neue Aufgabe für Peter Maurer.
Neue Aufgabe für Peter Maurer.

Bern - EDA-Staatssekretär Peter Maurer wird neuer Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK). Der 54-jährige Diplomat folgt im Juli 2012 auf Jakob Kellenberger, der nach zwölf Jahren an der Spitze des IKRK zurücktritt.

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Mit dem Wechsel verliert das EDA einen international hoch geachteten Spitzendiplomaten. Der Öffentlichkeit bekannt wurde Peter Maurer als Ständiger Vertreter der Schweiz bei der UNO in New York von 2004 bis 2010. In dieser Funktion leitete er zahlreiche Verhandlungen und Delegationen.

Im März 2010 kam der Thuner zurück nach Bern und wurde im Aussendepartement als Staatssekretär die Nummer Zwei hinter Bundesrätin Micheline Calmy-Rey. Diese zeigte sich am Mittwoch zufrieden: «Ich freue mich, dass einem Mitarbeiter meines Departements die wichtige Aufgabe zukommt.»

Alte Bekannte

Offenbar ist das EDA eine Talentschmiede für die IKRK-Spitzenposition. Bereits Jakob Kellenberger amtete vor seinem Wechsel zum IKRK ab 1992 als EDA-Staatssekretär. Sein Sekretär hiess damals: Peter Maurer.

Das ist nicht die einzige Gemeinsamkeit der beiden. «Maurer ist ein ähnlicher Typ wie Kellenberger», sagte Christa Markwalder (FDP/BE), Präsidentin der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrates (APK-N), auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Sie charakterisiert den künftigen und den scheidenden IKRK-Chef als «wortgewandte, klassische Diplomaten und scharfsinnige Denker».

Eugen David (CVP/SG), Präsident der APK des Ständerates, attestiert Maurer wie seinem Vorgänger Kellenberger «trotz ihrer herausragenden Leistungen grosse Bescheidenheit».

Immer mehr Einsätze

Die Einsätze des IKRK haben stark zugenommen - die Ausgaben sind in den letzten Jahren um über ein Drittel angewachsen. Für 2011 beträgt das Budget für die Ausseneinsätze mehr als eine Milliarde Franken.

Auch das IKRK-Personal ist den neuen Herausforderungen angepasst worden: Der Einsatz in den Konfliktgebieten verlangt nach Chirurgen für Kriegsverletzte, Ingenieuren für die Wasserversorgung oder Spezialisten für Logistik und Kommunikation - am besten mit Managerqualitäten.

Spezialisten aus über 80 Ländern sind mittlerweile für die Organisation tätig. Eines hat sich jedoch nicht verändert: Gemäss IKRK-Statuten müssen der Präsident wie auch die Mitglieder des Komitees Schweizer Staatsbürger sein.

(bg/sda)

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