Petition gegen Frauenhandel eingereicht
publiziert: Donnerstag, 22. Sep 2005 / 23:28 Uhr / aktualisiert: Freitag, 23. Sep 2005 / 00:04 Uhr

Bern - Opfer von Frauenhandel sollen wirksamer geschützt und ihr Aufenthaltsrecht in der Schweiz soll gesetzlich verankert werden.

In die Schweiz werden nach Angaben von fedpol jedes Jahr 1500 bis 3000 Frauen verschleppt.
In die Schweiz werden nach Angaben von fedpol jedes Jahr 1500 bis 3000 Frauen verschleppt.
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Dies fordert eine Petition mehrerer NGO mit 28 000 Unterschriften, die bei der Bundeskanzlei in Bern deponiert wurde.

Frauenhandel sei eine der brutalsten Formen der Gewalt gegenüber Frauen und eine Verletzung der fundamentalsten Menschenrechte, schreibt die «Aktion zum Menschenrechtstag» - ein Komitee mehrerer Nichtregierungsorganisationen (NGO) in einem Communiqué.

In die Schweiz werden nach Angaben des Bundesamts für Polizei (fedpol) jedes Jahr 1500 bis 3000 Frauen durch Menschenhändler verschleppt.

Sex und Haushalt

Gemäss NGO werden die Frauen vor allem im Sexgewerbe und als Hauskraft ausgebeutet. Meist illegal beschäftigt, würden sie von ihren Zuhältern oder Arbeitgebern erpresst - in ständiger Angst, von den Behörden ausgewiesen zu werden.

«Häufig fürchten sich diese Frauen aufgrund ihres Aufenthaltsstatus, ihre Peiniger anzuzeigen», erklärt Dorothee Winkler, Sprecherin des Fraueninformationszentrums (FIZ). Es sei deshalb wichtig, dass die Frauen strafrechtlich nicht verfolgt würden, obwohl sie illegal in der Schweiz seien.

Opfer des Frauenhandels müssten deshalb von einem Aufenthaltsrecht profitieren, das gesetztlich verankert sei, sagt Nationalrätin Ruth-Gaby Vermot (SP/BE), die die Petition unterstützt.

Zwei Gesetze

Zwei Gesetzesvorhaben zum Frauenhandel werden in der laufenden Herbstsession der Eidgenössischen Räte behandelt. So steht das Ausländergesetz zur Debatte, das unter anderem das Aufenthaltsrecht von Opfern des Frauenhandels regelt. Die neue Strafrechtsnorm zum Menschenhandel steht ebenfalls auf der Tagesordnung.

Die NGO fordern, dass die Opfer des Frauenhandels selbst über eine Rückkehr entscheiden dürfen. Zudem sei diesen Straffreiheit zu gewähren bei Verstössen gegen Bestimmungen der Fremdenpolizei.

(bert/sda)

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