Handball: City-Cup-Halbfinal
Pfadi liess sich von Grosswallstadt vorführen - 18:33 (11:14)
publiziert: Sonntag, 19. Mrz 2000 / 22:14 Uhr / aktualisiert: Montag, 20. Mrz 2000 / 09:53 Uhr

Aschaffenburg - Pfadi Winterthur hat beim Hinspiel im City-Cup-Halbfinal gegen Grosswallstadt schon alle Finalchancen verspielt. Die Pfader, die bis zur Pause noch einigermassen mit hielten, wurden vom Bundesligisten regelrecht vorgeführt.

Die Chance, als dritte Schweizer Equipe nach Amicitia Zürich (1987/Cupsiegercup) und St. Otmar St. Gallen in den Final eines europäischen Klubwettbewerbs vorzustossen, haben die Winterthurer mit ihrem schwachen Auftritt in der zweiten Hälfte nicht nur erheblich minimiert, sondern verwirkt. Am nächsten Samstag bietet sich in der heimischen Eulachhalle bestenfalls die Möglichkeit, mit einer vernünftigen Leistung etwas Imagepflege zu betreiben.
Schon vor der Partie musste Trainer Urs Mühlethaler umdisponieren. Ausgerechnet Marc Baumgartner, der auf die nächste Saison zu Lemgo in die Bundesliga wechseln wird, musste kurz vor Ende der sonntäglichen Trainingseinheit mit einer (wieder aufgebrochenen) Leistenzerrung Forfait erklären. Ohne ihren gefährlichsten Schützen waren die Offensivaktionen deshalb von Beginn weg praktisch auf das Duo Chi-Hyo Cho und Jae-Won Kang fokussiert. Das Angriffsspiel der Gäste war derart leicht auszurechnen und bereitete den Main-Franken mit Fortdauer der Partie keine Probleme mehr.
Die Performance des NLA-Spitzenklubs war allenfalls in der Anfangsphase europacup-tauglich. Da trat Pfadi, seinem (früheren) internationalen Renommee entsprechend, selbstbewusst auf. Wesentlich zum ansprechenden Eindruck der ersten 17 Minuten hatten die beiden Südkoreaner Cho und Kang beigetragen. Ihrer individuellen Klasse wegen und dank der sieben Treffer des Gespanns vermochte Pfadi dem übermächtigen Gegner einigermassen ersichtlichen Widerstand zu leisten. Mit der Massnahme, Kang ab der 18. Minute durch den französischen Defensivspezialisten Jackson Richardson mittels einer Manndeckung zu kontrollieren, leitete Grosswallstadts Trainer Peter Meisinger den Untergang der Winterthurer ein.

Gegnerische Defensive für Pfadi unüberwindbar
Die Mannschaft von Urs Mühlethaler stand in der Folge vor einem Rätsel, wie sie die gegnerische Defensive durchbrechen sollte. Als dann auch Chi-Hyo Cho, dessen Wirkungskreis mit zunehmender Dauer durch eine Wadenverhärtung zu schwinden begann, auf das Spiel keinen Einfluss mehr nehmen konnte, erlebten die Winterthurer einen (für ihre Verhältnisse und Ansprüche) historischen Absturz. Thomas Gautschi fehlte im Rückraum schlicht Klasse und Format, sich einmal gewinnbringend durchzusetzen, Captain Urs Schärer reihte Fehlpass an Fehlpass und bot eine bedenkliche Vorstellung; eine Viertelstunde vor Schluss erlöste ihn Mühlethaler mit der Auswechslung. Das Flügelspiel war ein weiteres Mal in dieser Saison inexistent. Und dazu brillierten sowohl Dobler als auch sein Vertreter Osterwalder im Tor, wen erstaunts bei 33 Gegentreffern, nicht.
Grosswallstadt hingegen - im deutschen Championat derzeit an sechster Stelle platziert - nutzte Pfadis missratene Darbietung konsequent aus. In der zweiten Halbzeit steigerte sich das Ensemble phasenweise in einen Spielrausch. Bernd Roos schoss als effektivster Akteur seines Teams sieben Treffer, die beiden Rückraum-Shooter Jörg Kunze und der Däne Claus Jakob Jensen standen ihm als je sechsfache Torschützen in nichts nach. Die Zuschauer dankten die teils spektakulären Angriffszüge, die zumeist ihren Ursprung beim überragenden Jackson Richardson hatten, zum Schluss mit stehenden Ovationen. Am ersten Finaleinzug seit 16 Jahren (Sieg im IHF-Cup) zweifelt beim TVG keiner mehr.

TV Grosswallstadt - Pfadi Winterthur 33:18 (14:11)

Unterfrankenhalle, Aschaffenburg. -- 1700 Zuschauer. -- SR Boje/Jensen (Dä).
Torfolge: 1:0, 2:1, 2:2, 4:2, 4:5, 5:5, 5:6, 6:6, 6:8 (17.), 8:8, 8:9, 11:9, 11:10, 13:10, 13:11, 14:11; 16:11, 16:12, 18:12, 18:13, 20:13, 20:14 (40.), 25:15 (48.), 26:15, 26:16, 29:16, 32:17, 32:18.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Grosswallstadt, 3mal 2 Minuten gegen Pfadi. Grosswallstadt: Ramota; Boldsen (3), Mierzwa (1), Schweinfurth (1), Roos (7/3), Kljaic (3), Jensen (6), Siemens (2), Grimm (1), Kunze (6/1), Richardson (3). Pfadi Winterthur: Dobler/Osterwalder (ab 38.); Stauber, Chi-Hyo Cho (4), Gautschi (2), Stetsjuk (1), Schärer (1), Stauber (1), Kang (8/1), Dronjak, Suter, Tobler (1).
Bemerkungen: Grosswallstadt komplett, Pfadi ohne Baumgartner (Leistenzerrung). Ramota hält Penalty von Cho (3./1:0). Kunze (22./9:9) und Roos (56./29:17) verschiessen je einen Penalty (22./9:9). Timeouts: Pfadi (26./12:10, 41./21:14).

(ba/sda)

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