Pfahlbauten sollen zum Welterbe werden
publiziert: Montag, 6. Jul 2009 / 11:19 Uhr / aktualisiert: Montag, 6. Jul 2009 / 13:58 Uhr

Bern - Pfahlbauten in sechs Alpenländern sollen künftig zum UNESCO-Welterbe gehören. Unter Führung der Schweiz wird ein Dossier erstellt, das bis im Januar 2010 der UNO-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation übergeben werden soll.

Pfahlbauten in sechs Alpenländern sollen künftig zum UNESCO-Welterbe gehören.
Pfahlbauten in sechs Alpenländern sollen künftig zum UNESCO-Welterbe gehören.
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An der Kandidatur beteiligt sind die Schweiz sowie Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und Slowenien, wie das Bundesamt für Kultur (BAK) mitteilte. In den sechs Alpenstaaten sind rund 1000 Pfahlbauer-Fundstellen bekannt. Für die Kandidatur wurden 152 ausgewählt, darunter 82 in 15 Schweizer Kantonen.

Der Begriff «Pfahlbauten» bezeichnet keine einheitliche Kultur. Die Siedlungen auf feuchten Böden oder an Seeufern wurden in der Zeit zwischen 5000 und 800 vor Christus errichtet; sie stammen aus der Jungsteinzeit, der Bronzezeit und der beginnenden Eiszeit.

An manchen Orten wurden Überreste von bis zu 25 übereinander gebauten Dörfern gefunden, denn immer wieder besiedelten Menschen für sie günstig gelegene Seeufer. «Ihre Spuren sind unter Wasser sensationell gut erhalten», sagte der Zürcher Kantonsarchäologe Beat Eberschweiler in Bern vor den Medien.

Material bestens konserviert

Unter Wasser und ohne Luftzufuhr blieb das von den Pfahlbauern verarbeitete Material bestens konserviert. Die Dendrochronolgie erlaube aufs Jahr genaue Datierungen.

So gut die Pfahlbauten erhalten sind, so gefährdet sind sie nach Ansicht der Experten auch. Zum Beispiel Gewässerkorrekturen, Meliorationen von Feuchtgebieten und Freizeit-Schifffahrten in Ufernähe können Fundstellen zerstören.

Das BAK und der von Archäologen extra für die Kandidatur gegründete Verein Palafittes rechnen damit, dass die UNESCO im Jahr 2011 über das Dossier entscheidet. Vorbereitet wird eine serielle, zwischenstaatliche Kandidatur. In der Schweiz steht sie auf der vom Bundesrat 2004 genehmigten «Liste indicative».

(smw/sda)

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