Pfarrer Siebers Sozialwerke erholt
publiziert: Dienstag, 22. Feb 2005 / 14:02 Uhr

Zürich - Die 2004 tief in die roten Zahlen geratenen Sozialwerke des Zürcher Obdachlosenpfarrers und Ex-Nationalrats Ernst Sieber stehen wieder deutlich besser da. Die Schuldenlast ist massiv gesunken, Mitte Jahr soll die Sanierung abgeschlossen sein.

Pfarrer Ernst Sieber bekam auch mehr Spenden.
Pfarrer Ernst Sieber bekam auch mehr Spenden.
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Entwicklung in die richtige Richtung, betitelten die Sozialwerke (SWS) ihre Medienmitteilung zum Zwischenstand der Sanierung. Der Liquiditätsengpass, der letztes Jahr bis zu 2,4 Millionen Franken erreichte, sei deutlich abgebaut worden.

Er belaufe sich zurzeit noch auf rund 600 000 Franken, sagte Stiftungsrat Paul Wellauer auf Anfrage der sda. Zur deutlichen Entspannung hätten wesentlich höhere Spendeneingänge und ausserordentliche Unterstützungsbeiträge der Kirchen beigetragen.

Mehr Spenden

So gingen 2004 neben den erwarteten rund 5,5 Millionen Franken Spenden, Legaten oder Erbschaften rund 800 000 Franken mehr Spenden ein. Ferner sprach die evangelische Landeskirche des Kantons Zürich Sanierungsbeiträge von rund 250 000 Franken, und bei der Landeskirche gingen von einem Einzelspender 1 Million Franken ein.

Zusätzlich meldete der evangelische Kirchenrat eine neue Einzelspende in der Höhe von 300 000 Franken. Von den insgesamt 1,3 Millionen Franken, welche die Landeskirche treuhänderisch verwaltet, gingen bisher 300 000 an die Stiftung.

Kosteneinsparungen

Laut Wellauer sind die einzelnen Betriebe der Sozialwerke nach den Vorgaben der kantonalen Stiftungsaufsicht durchleuchtet worden. Synergien sollen künftig besser genutzt und die Kosten entsprechend reduziert werden. Einzelne Betriebe - unter anderem der von Ernst Sieber initiierte Pfuusbus - werden ausgelagert.

Die Sozialwerke sind laut Wellauer auf gutem Weg. Es stehe jetzt fest, dass es diese auch künftig geben wird. Noch bei zwei Gläubigern bestehen offene Forderungen gegenüber den SWS: Für die zweite Säule ihrer rund 140 Mitarbeiter schulden die SWS der Pensionskasse Winterthur Columna rund 600 000 Franken.

Wegen der finanziellen Turbulenzen waren zuerst der Gründer Ernst Sieber und danach dessen Ehefrau Sonja Sieber aus dem Leitungsgremium zurückgetreten, um den organisatorischen Neuanfang zu erleichtern.

(fest/sda)

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