Apparat zeigt Resulate
Pflanzenwuchs schützt Hänge vor Erdrutschen
publiziert: Freitag, 5. Jun 2015 / 10:15 Uhr
Ein Bewuchs mit Pflanzen kann gefährdete Hänge jedoch schützen, wie erste Resultate eines Projekts belegen. (Archivbild)
Ein Bewuchs mit Pflanzen kann gefährdete Hänge jedoch schützen, wie erste Resultate eines Projekts belegen. (Archivbild)

Davos - Mit Pflanzen bewachsene Hänge rutschen deutlich weniger leicht als unbewachsene Böden. Dies zeigen Resultate des SLF in Davos mit einem neuen Apparat, der die Stabilität von Bodenproben mit und ohne Pflanzenwuchs messen kann.

Erosion und Erdrutsche verursachen in der Schweiz immer wieder grosse Schäden. Allein das Unwetterereignis von 2005 verursachte in der Schweiz über 5000 Rutschungen, wie es in einer Mitteilung des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) heisst.

Ein Bewuchs mit Pflanzen kann gefährdete Hänge jedoch schützen, wie erste Resultate eines Projekts im Rahmen des Nationalen Forschungsprojektes «Nachhaltige Nutzung der Ressource Boden» (NFP68) belegen. Um zu untersuchen, bei welchen Kräften ein Stück Boden ins Rutschen kommt, haben die SLF-Ingenieure eigens ein neues Gerät gebaut.

Der sogenannte Scherapparat kann bis zu einer Neigung von 45 Grad schräg gestellt werden, sodass exakt definierte Kräfte auf die Bodenproben wirken. Damit könnten Bodenproben mit einer Kantenlänge von 50 Zentimetern untersucht werden, was ein Vielfaches sei wie bei herkömmlichen Laborversuchen, erklärten die Forscher.

Pflanzengesellschaften etabliert

Erste Ergebnisse zeigen, dass die maximale Scherkraft - also die seitwärts wirkende Kraft - bei bepflanzen Proben um 65 Prozent höher war als bei unbepflanzten. Es braucht also eine deutlich stärkere Kraft, um eine Rutschung hervorzurufen. Werden rohe Böden bepflanzt, etablierten sich zudem schneller stabile Pflanzengesellschaften, beobachteten die Forscher weiter.

Weitere Teilprojekte untersuchten, welche Arten von Pflanzenbewuchs die Hänge am besten stabilisierten. Dabei stellten sich Lücken in Schutzwäldern als besonders riskant heraus: Je grösser und länger die Lücken und je tiefer der Deckungsgrad des Waldes, desto anfälliger war ein Hang für Erdrutsche.

Auch eine intensive Waldbeweidung könne sich negativ auf die Stabilität auswirken. Mit diesen Daten wollen die Wissenschaftler im weiteren Verlauf des Projekts Modelle entwickeln, um die Erdrutschanfälligkeit eines Gebiets vorhersagen zu können.

(flok/sda)

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