Pflege-Zivis erhalten längere Ausbildung
publiziert: Donnerstag, 23. Jun 2011 / 15:38 Uhr

Bern - Wer in der Pflege Zivildienst leistet, soll künftig länger ausgebildet werden. So möchte es der Bundesrat. Er beantragt den Räten, einen Vorstoss mit dieser Forderung anzunehmen.

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Heute dauert der Ausbildungskurs in Pflege und Betreuung eine Woche. Walter Müller (FDP/SG) fordert mit einer Motion, dass die Ausbildung künftig mindestens zwei und höchstens vier Wochen dauert.

Der Bundesrat schreibt in seiner am Donnerstag veröffentlichten Antwort, es sei grundsätzlich erstrebenswert, die Ausbildung der Zivis für Pflege- und Betreuungseinsätze auf bis zu zwanzig Ausbildungstage zu verlängern. Er will auch prüfen, ob die Ausbildung zertifiziert werden soll.

Ausbildung soll sich lohnen

Der Bundesrat möchte aber, dass sich die Investition lohnt: Je länger ein Zivi ausgebildet wird, desto längere Einsätze soll er im entsprechenden Bereich leisten. Wer während drei bis vier Wochen ausgebildet wird, soll nach dem Willen des Bundesrates mindestens ein halbes Jahr in diesem Fachgebiet Dienst leisten.

Weiter will der Bundesrat darauf achten, dass ausgebildete Zivildienstleistende die Fachkräfte nicht verdrängen und den Wettbewerb nicht verzerren. Institutionen dürften nicht von der regelmässigen Zuteilung von Zivis abhängig werden, hält er fest. Die Betriebe, die von den besser ausgebildeten Zivis profitieren, sollen sich ausserdem an den Mehrkosten der verlängerten Ausbildung beteiligen.

Nutzen für die Gesellschaft

Müller will mit der Verlängerung der Ausbildung erreichen, dass der Nutzen der Zivildiensteinsätze steigt. Der Zivildienst müsse in Bezug auf die Leistung für Staat und Gesellschaft einen gleichwertigen Nutzen wie der Militärdienst bringen, hält er in seinem Vorstoss fest.

Der Bundesrat schreibt dazu, er sei der Ansicht, dass Zivis bereits heute einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisteten. Der Beitrag sei umso wertvoller, je besser sie für ihre Einsätze ausgebildet seien.

Hürden für Zivildienst erhöht

In letzter Zeit hat der Bundesrat diverse Änderungen im Zivildienst beschlossen. Dabei ging in erster Linie darum, die Hürden für den Zugang zum Zivildienst zu erhöhen, weil die Gesuche seit der Abschaffung der Gewissensprüfung zugenommen haben.

Zur Diskussion steht auch, den Zivildienst zu verlängern. Der Nationalrat sprach sich im April mit der Annahme einer Motion dafür aus, dass der Zivildienst künftig nicht nur 1,5, sondern 1,8 mal so lange dauern soll wie der Militärdienst.

(bert/sda)

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