Pflegepersonal aus dem Ausland gesucht
publiziert: Sonntag, 8. Mrz 2009 / 14:28 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 8. Mrz 2009 / 14:55 Uhr

Bern - Angesichts des absehbaren Personalmangels in der Pflege machen sich die Kantone Gedanken über Rekrutierungen aus dem Ausland. Das Problem dabei: Auch im Ausland wird das Personal zunehmend knapp.

In den Spitälern mangele es an Pflegefachkräften. (Symbolbild)
In den Spitälern mangele es an Pflegefachkräften. (Symbolbild)
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Schon heute stammen grosse Teile des Pflegepersonals aus dem Ausland - vor allem aus Deutschland und Frankreich. «Diese Quelle versiegt zunehmend, weil auch in der EU die Fachkräfte in der Pflege fehlen», sagte Franz Wyss, Zentralsekretär der Gesundheitsdirektorenkonferenz zu einem Artikel in der «SonntagsZeitung».

Zwar werden heute in der Schweiz noch deutlich bessere Löhne bezahlt als im Ausland, «doch dieser Unterschied wird zunehmend verschwinden», gibt sich Wyss überzeugt.

Grosses Gefälle ausserhalb Europas

Ein grosses Gefälle besteht nach wie vor zu den Ländern ausserhalb Europas. Mit diesen Ländern besteht keine Personenfreizügigkeit. Das heisst die Steuerung der Einwanderung basiert auf Kontingenten. «Mit einer Ausweitung dieser Kontingente könnte die Schweiz dieses Reservoir an Fachkräften besser nutzen», sagte Wyss.

Allerdings hat Wyss Vorbehalte. «Es kann nicht das Ziel der Schweiz sein, den Entwicklungsländern Fachkräfte auszureissen, die sie selber benötigen.» Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) arbeite derzeit Kriterien aus, wann die Rekrutierung von Personal aus dem Ausland legitim ist. «Dies dürfte den Zuzug von Personal weiter erschweren.»

Eine Ausnahme bilden Staaten wie die Philippinen, die absichtlich mehr Pflegepersonal ausbilden als sie selbst brauchen. «Hier würde eine Ausweitung der Kontingente sicher Sinn machen», sagte Wyss. Wichtiger sind für Wyss allerdings Massnahmen in der Schweiz. Der Pflegeberuf sei noch immer zu wenig attraktiv.

(tri/sda)

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Bravo
Genau richtig. Das Gleiche gilt für die KindergärtnerInnen und die AltenpflegerInnen. Entweder man ist geeignet für diese Tätigkeiten oder nicht. Da spielen rechnerische- oder grammatikalische Fähigkeiten keine Rolle. In der Praxis werden die "studierten" an diesen Orten gar nicht gerne gesehen, da diesen oft genau die erforderte Sozialkompetenz abgeht.
Ausbildungschaos
Es geht nicht nur um die schulisch hohe Latte: einige sind bereits von Beginn weg als Pflegehilfen vorgesehen. Man bildet sie nur so weit aus, dass sie die Drecksarbeit machen können. Die guten Schülerinnen, mit Matura etc., die machen nachher den Master. Übrigens .... die meisten, die nur zur Pflegehilfe ausgebildet werden, tragen hier in der Region - und ich komme viel in Pflegezentren - Namen mit "ic". Gestört finde ich dann wieder, dass die im Ausland ausgebildeten Pflegefachkräfte, ebenfalls mit "ic"-Namen dann wieder dort geholt werden, viel mehr als die Filipinas.

Doch, da das Gesundheitswesen sowieso bezüglich des Ausbildungschaos' krankt, bin ich sowieso gespannt, in welche Richtung man letztlich gehen will. Ich glaube, da ist sich nicht einmal der Verband so richtig im Klaren darüber. PsyKP, FAGE, DNI, DNII, Krankenschwestern, FASRK, Pflegeassistentinnen, Betagtenbetreuerinnen ..... Es benötigt schon fast ein Studium, um genau zu wissen, welche nun eine Pflegefachfrau ist und welche nicht und welche Aufgaben jede am Patienten ausführen darf.
Pflege-Personal
Besser ist es doch, zuerst die Arbeitslosen anzufragen. Vielleicht ist ja Jemand bereit, Fr. 2'400 und ein halbes Jahr Praktikum zu investieren. Aber ohne feste Jobzusage wird das schwierig.
Unglaublich!!!
Ich habe schon einmal zu dem Thema einen Kommentar geschrieben. Darin habe ich festgehalten, dass es in meinem Bekanntenkreis mehrere Mädchen gibt, die einen Pflegeberuf ergreifen möchten, aber dafür keine Chance erhalten. Ihr Problem ist, dass die einen "nur" die Realschule besuchten, die anderen aus der Sek wegen zu schwacher Noten keinen Ausbildungsplatz bekamen.

Da packt mich die Wut: Die Kantone würden besser mehr Ausbildungsplätze schaffen und solchen Mädchen Unterstützung bieten. Wo bleibt da die Schweizer Volkspartei, wo die SP und die Christlichen? Weshalb gibt man im Land lebenden und gewillten Mädchen keine Chance? Weshalb wird die Messlatte dermassen hoch gelegt, dass sie ohne Vitamin B oder Unterstützung keine Chance haben. Sind unsere Räte denn blind, oder wetzen sie mit ihrem Hintern denn nur noch aus Eigennutz die Stühle in den Kantonsratssälen ab?

Ich höre die Parteien noch heute sagen: "Wir müssen auch ThemenLeader werden…" Nun haben sie hier ein Thema. Aber lieber lässt man die Mädchen im Lande in der Perspektivenlosigkeit zurück, als ihnen Unterstützung zu bieten. Ich warne davor: Wenn für die Pfelegeberuft die schulische Messlatte noch höher gehängt wird und am Schluss dafür sogar noch die Maturität verlangt wird – dann Helm ab zum Gebet und adieu du liebes Vaterland.
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