Zürcher Albisgüetli-Tagung
«Pfui»-Rufe für Johann Schneider-Ammann
publiziert: Freitag, 15. Jan 2016 / 22:56 Uhr
Johann Schneider-Ammann an der Albisgüetli-Tagung der Zürcher SVP über die Übergriffe in Köln gesprochen.
Johann Schneider-Ammann an der Albisgüetli-Tagung der Zürcher SVP über die Übergriffe in Köln gesprochen.

Zürich - Bundespräsident Johann Schneider-Ammann (FDP) hat die Durchsetzungsinitiative am Freitagabend an der Albisgüetli-Tagung in Zürich als «falschen Weg» bezeichnet. Bei den rund 1200-SVP-Anhängern kam dies schlecht an. Der FDP-Politiker erntete «Pfui»-Rufe und Pfiffe.

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Als Landesvater und als Vater einer Tochter sage er es mit aller Deutlichkeit: Ereignisse wie in Köln dürfe es in der Schweiz nicht geben, sagte Schneider-Ammann in seiner Rede. "Das ist nicht akzeptabel. Das darf nicht passieren."

Zu unserer Gesellschaft gehörten aber nicht nur klare Gesetze und ihre konsequente Anwendung, sondern auch Rechtsstaat und Verhältnismässigkeit. Die Durchsetzungsinitiative wahre beides nicht. Sie sei der falsche Weg und deshalb klar abzulehnen, sagte er und erntete dafür vom Publikum "Pfui"-Rufe und Pfiffe.

Er wisse, dass er mit seiner Äusserung schlecht ankomme, sagte Schneider-Ammann weiter. Aber er müsse es dennoch sagen.

Wenige Stunden zuvor noch in Brüssel

Beim Thema Offenheit habe er sich mit Christoph Blocher ja noch nie einigen können, vor allem nicht im Zusammenhang mit Europa, sagte Schneider-Ammann, der wenige Stunden zuvor noch in Brüssel zu Gesprächen war.

Er sei zutiefst davon überzeugt, dass der Bilaterale Weg die Souveränität und den Wohlstand der Schweiz sichere. Der Alleingang oder ein EU-Beitritt seien keine Alternative. "Die Schweiz will eidgenössisch bleiben, nicht armengenössig werden."

Ein Heimspiel hatte dafür - wie jedes Jahr - der abtretende SVP-Vizepräsident Christoph Blocher. In seiner Rede, die über eine Stunde dauerte, warnte er einmal mehr vor dem Verlust der Souveränität. Das Volk verliere zunehmend das Sagen. Stattdessen baue "die Obrigkeit" eine Diktatur auf.

Beispiele seien die Masseneinwanderungsinitiative und die Ausschaffungsinitiative, die beide nicht umgesetzt würden. Mit "Obrigkeit" meint Blocher Parlament, Regierung, Verwaltung und nicht zuletzt die Gerichte, die sich mittlerweile ebenfalls über den Willen des Volkes hinwegsetzen würden.

"Hütet euch vor den eigenen Richtern"

"Sie beginnen, sich mit Verweis auf internationales Recht über den schweizerischen Gesetzgeber zu erheben", sagte Blocher weiter. Alarmierende Urteile gebe es genug. "Wir müssen uns nicht nur vor fremden Richtern hüten, sondern zunehmend auch vor den eigenen."

Er fordert deshalb, dass sämtliche Bundesrichter vor der Vereinigten Bundesversammlung vereidigt werden. Dort sollen sie "vor Gott dem Allmächtigen" schwören, die schweizerische Verfassung und die schweizerischen Gesetze zu achten - und nicht internationales Recht.

Auch auf die Flüchtlingskrise ging Blocher ein, wobei die vielen Menschen, die in jüngster Zeit in die Schweiz kommen, seiner Meinung nach gar keine Flüchtlinge sind, sondern Illegale. "Man nennt sie jetzt einfach Flüchtlinge. So wird die Unfähigkeit des Grenzschutzes mit menschlicher Wärme verdeckt."

(cam/sda)

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Stimmt doch nicht
Ach, Sie fühlen sich auf Schweizer Bahnhöfen auch nicht mehr wohl? Tragen Sie doch einfach einen Ausdruck von Kassandra's Kriminalstatistik dabei. Jedes Mal wenn es Ihnen mulmig wird, nehmen sie ihn aus der Tasche und lesen Sie ihn kurz durch. Sie werden sich gleich besser fühlen!

Kassandra denkt ja dass meine Familie, Bekannte und ich einer Paranoia unterliegen und dem gänzlich nicht so ist. Als ich über Weihnachten mehrmals über den Bahnhof Aarau ging, war ich nicht mehr sicher ob ich in Nordafrika bin. Draussen war Afrika, drinnen Balkan. Es hängen ansonsten auch immer die gleichen Drogendealer ab, aber Hauptsache die Parkbussen kommen rein und auf den Strassen wird fröhlich Geblitzt.

Seit meiner über 80jährigen Mutter einmal die Handtasche, dann das Handy gestohlen wurden und ein Ausländer sie in der WSB niederschlug, kommt fast nur noch ein Taxi in Frage. Kassandra hat halt keine Empathie für Senioren, die oft nur noch Freiwild für junge, ausländische Täter sind.

Für Leute mit der Gesinnung von Kassandra alles "selber schuld", "Lüge", "Paranoia". Jeder Schweizer der nicht blöd ist weiss, dass wir uns mit so vielen Ausländern auch sehr viel Kriminalität in's Land holten. Das liegt aber nicht an Ausländern, weil 99 % der Ausländer gute Menschen sind, die hier leben und arbeiten wollen. Es liegt auch mir auch daran, dass wir nicht Pauschalisieren sollten. Schliesslich bin ich mittlerweile "Halbkurde" durch Heirat.

Es liegt daran, dass wir in Europa zu viele ungeprüft reinlassen und nicht jeden aufnehmen sollten. Wir müssen rigoroser Aussortieren und kriminellen Dreck ausschaffen. Das ist nämlich auch wichtig für den Schutz der 99 % zugewanderten Mitbürger. Die meisten in der Schweiz integrierten Ausländer denken übrigens genau so.

Und wenn man das sagt, ist man gleich ein Rassist, ein Pegida-Befürworter oder ein Brauner. Dank dieser Realitätsverweigerung kommt es dann auch zu solchen Protestwahlen wie die Mogelpackung DSI. An der DSI ist diese Politik, die Linken und unsere Justiz schuld. Jahrelang geschlafen, jahrelang keine Signale und jahrelang nur falsche Toleranz. Die SVP lanciert eine gefährliche Initiative nach der anderen und so lange die Linke Realitätsverweigerung betreibt, Probleme verleugnet oder negiert, werden sie damit leider auch durchkommen.

Das Volk ist doch nicht blöd. Um zu wissen was Leute wie Kassandra für Sch*** erzählen, muss man sich ja nur mal im Bekanntenkreis umhören oder auf die Strasse. Kinder gehen auf Privatschulen, weil wir keinen Bock auch Balkanslang, Muslimtoleranz und die Multikulti-Veganer-Indoktrination der Lehrer haben. Nur, das kann sich der Durchschnittsbürger nicht leisten. Dadurch spaltet sich die Gesellschaft immer mehr.

Deshalb schreibe ich hier ja immer das Levrat ein Idiot ist. Selbst die Deutsche SPD ist aus Angst um Ihre % und Pfründe aufgewacht. Die Schweizer SP pennt immer noch weiter und überlässt das Feld der SVP. Die einzige Politik der Linken ist es zur Zeit, auf die SVP zu reagieren und deren Wähler zu beleidigen, statt eine bessere Politik zu machen oder Lösungen zu bringen, die mit einer demokratischen Verfassung der Gewaltentrennung vereinbar sind und uns nicht isolieren. Derweil die Jusos eine dumme Idee zum längst ausgestorbenen Klassenkampf nach der anderen bringen.

Zum Schutz ALLER Bürger dieses Landes, nicht Schweizer: Dreck raus!
Schneider-Ammann gegen Blocher!
Herr Ammann solche Vorkommnisse wie in Köln gab es schon. Natürlich nicht in dem Ausmass!

Ich fühle mich ab dem Eindunkeln auf den Bahnhöfen, Aarau, Bern und Zürich nicht mehr wohl! Von den anderen Bahnhöfen kann ich nicht schreiben, da ich dort selten bis nie bin!

Herr Blocher in der Bibel steht man soll nicht schwören!

Gegen die "Classe Politique" wettern und selbst dazugehören....................
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