Philippinische Geisel in Irak auf freiem Fuss
publiziert: Donnerstag, 15. Jul 2004 / 17:16 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 15. Jul 2004 / 17:36 Uhr

Manila - Die philippinische Geisel in Irak ist laut Medienberichten wieder auf freiem Fuss. In einem Video, das der arabische Nachrichtensender El Dschasira ausstrahlte, dankte der Entführte der Regierung in Manila.

Arroyo beugte sich dem Druck der Geiselnehmer.
Arroyo beugte sich dem Druck der Geiselnehmer.
Die Entführer-Gruppe, offenbar Teil der Islamischen Armee in Irak, hatte mit der Hinrichtung der Geisel gedroht und die Philippinen zum vorzeitigen Rückzug ihrer Soldaten aus Irak aufgefordert.

Manila beugte sich dem Druck und begann mit dem Abzug der insgesamt 51 philippinischen Soldaten und Polizisten. Ursprünglich sollte ihr Einsatz am 20. August enden.

Am Morgen forderten zwei Anschläge in Irak mehrere Opfer. Bei einem Autobombenanschlag in der Stadt Haditha im Westen Iraks wurden mindestens zehn Menschen getötet. 27 weitere Menschen seien bei dem Attentat verletzt worden.

In der schiitischen Pilgerstadt Kerbela explodierte am frühen Morgen eine Autobombe in der Nähe des Hauptquartiers der bulgarischen Truppen.

Wie ein Polizeisprecher berichtete, hatten Polizisten die Männer verfolgt, weil sie befürchteten, das Fahrzeug könnte mit Sprengstoff beladen sein. Gemäss Augenzeugen konnten zwei Extremisten fliehen. Drei weitere wurden mit dem Wagen in die Luft gesprengt.

Derweil teilte Ijad Allawi mit, die irakischen Behörden hätten mehrere ranghohe El-Kaida-Mitglieder festgenommen, darunter den Fahrer des mutmasslichen Terroristenführers Abu Mussad el Sarkawi.

Neben Sarkawis Fahrer seien ein Tunesier und ein Marokkaner gefasst worden, die Anschläge auf US-Truppen in Irak geplant hätten. Die festgenommenen El-Kaida-Leute hätten begonnen, umfassend und effizient mit den Ermittlern und den Justizbehörden zusammenzuarbeiten.

Den Terroristen stünden nach bisherigen Erkenntnissen enorme Summen - mehr als eine Milliarde Dollar für Anschläge in Irak zur Verfügung, sagte der Ministerpräsident.

(rr/sda)

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