Philippinische Regierung schliesst Waffenruhe mit Muslimrebellen
publiziert: Freitag, 18. Jul 2003 / 14:41 Uhr

Manila - Nach monatelangen Geheimverhandlungen hat die philippinische Regierung mit der grössten Gruppe muslimischer Rebellen eine Waffenruhe vereinbart. Bereits nächste Woche sollen in Malaysia zudem wieder Friedensgespräche aufgenommen werden.

1 Meldung im Zusammenhang
Diese Gespräche mit der Moro-Islamischen Befreiungsfront (MILF) kündigte die philippinische Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo an. Sie sprach von einem Durchbruch und wies die Armee an, Angriffe auf die Rebellen einzustellen.

Auch wurden Haftbefehle gegen hochrangige Mitglieder der MILF aufgehoben, damit sie zu den Gesprächen reisen können. Der Frieden ist nahe. Wir müssen an dem politischen Willen arbeiten, ihn für alle kommenden Generationen zu erhalten, hiess es in einer Erklärung der Staatschefin weiter.

Die Einigung mit den Rebellen sei durch unermüdliche und monatelange Verhandlungen der Regierung abseits der Öffentlichkeit erzielt worden. Es wird erwartet, dass Malaysia demnächst eine Delegation auf die Philippinen entsendet, um die Einhaltung der Waffenruhe zu beobachten.

Arroyo hatte die Friedensverhandlungen mit der MILF im Mai nach zwei Bombenanschlägen mit 50 Toten im Süden des Landes ausgesetzt. Zudem befahl sie eine Grossoffensive gegen die Rebellen, die von Manila für die Attentate verantwortlich gemacht wurden.

Die Aufständischen bestritten hingegen jede Beteiligung und verkündeten Ende Mai eine einseitige Waffenruhe, was die Regierung aber zurückwies.

Die MILF kämpft seit 1978 für einen eigenen islamischen Staat im muslimisch geprägten Süden der mehrheitlich katholischen Philippinen. Sie soll rund 12 000 bewaffnete Mitglieder haben. Die Rebellen hatten im Februar Angriffe auf Einrichtungen des Militärs verstärkt, nachdem die Armee ein Lager der MILF eingenommen hatte.

(bsk/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Manila - Der Süden der Philippinen könnte endlich zur Ruhe kommen: Die Regierung in Manila und die grösste Gruppe der ... mehr lesen
Präsident der Philippinen, Benigno Aquino III.
Trotz einer Waffenruhe und vereinbartem Abzug wurden wieder schwere Artillerien eingesetzt.
Trotz einer Waffenruhe und vereinbartem Abzug wurden wieder schwere ...
Lage hat sich zugespitzt  Kiew - Bei Kämpfen mit prorussischen Separatisten im Kriegsgebiet Donbass sind mindestens fünf ukrainische Soldaten getötet worden. Zwölf weitere wurden verletzt. 
Die Konfliktparteien sprachen von mindestens zwei Toten und sechs Verletzten. (Symbolbild)
Artilleriefeuer erschüttert Donezk - Gedenken an Tragödie in Odessa Kiew - Trotz der jüngsten internationalen Friedensappelle sind wieder heftige Gefechte in der Ostukraine ...
Zahl stieg um elf Millionen  Genf - Bewaffnete Konflikte haben 2014 so viele Menschen zu Vertriebenen im eigenen Land gemacht wie ...   1
7,6 Millionen Menschen wurden innerhalb der syrischen Grenzen vertrieben - das sind rund 40 Prozent gesamten Bevölkerung.
Das Militär des Nachbarlandes Nigeria meldete unterdessen die Befreiung weiterer 25 Boko-Haram-Geiseln.
Über 25'000 Menschen fliehen vor Boko Haram Abidjan - Mindestens 25'000 Einwohner der zum Niger gehörenden Inseln im Tschadsee sind aus Furcht vor Angriffen der ...
Libyen: Halbe Million Menschen in Flucht getrieben Tripolis - Die Kämpfe in Libyen haben in den vergangenen Monaten eine ... 1
Titel Forum Teaser
  • thomy aus Bern 4237
    Es ist ja schon klar, dass ... ... die Mörderbanden der IS(IS) sich jetzt damit ihr Tun rechtfertigen ... gestern 16:43
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2987
    Man... vergisst bei der Vorstellung der herannahenden Flüchtlings-Apokalypse ... gestern 12:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2987
    Überall... sucht man die Schuldigen für die brutalen Entwicklungen im Mittleren ... Di, 05.05.15 17:51
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2987
    Gerade... Mexiko und Brasilien spiegeln die gewaltigen sozialen Probleme des ... Di, 05.05.15 12:50
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2987
    Zustrom Peter Sutherland, der UN-Sonderbeauftragte für internationale Migration ... Di, 05.05.15 12:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2987
    Angesichts.... der Bewaffnung und Stärke, der Aggressivität und Ausbreitung von B H ... Mo, 04.05.15 17:22
  • Kassandra aus Frauenfeld 1327
    Es pfanzt sich fort... Die wegen Rassenwahn fast Ausgerotteten werden selbst wieder ... Mo, 04.05.15 17:02
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2987
    Scheint... momentan einiges schief zu laufen. Aufgrund des demografischen Wandels ... Mo, 04.05.15 12:52
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 8°C 12°C leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 8°C 14°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 10°C 16°C bewölkt, Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 11°C 19°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 11°C 18°C bewölkt, Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 12°C 20°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 16°C 22°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten