Büro für Flugunfalluntersuchungen schliesst drei Ermittlungen ab
Pilot flog mit 1,5 Promille Alkohol im Blut
publiziert: Montag, 21. Feb 2000 / 12:10 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 22. Feb 2000 / 08:07 Uhr

Bern - Der Absturz eines Kleinflugzeugs im Tessiner Val Morobbia, bei dem drei Menschen starben, ist auf Trunkenheit des Piloten und falsche Flugtaktik zurückzuführen. Das Büro für Flugunfalluntersuchungen hat am Montag insgesamt drei Schlussberichte veröffentlicht.

Im Tessin hatte am 20. Oktober 1998, dem Tag des Absturzes, bei dem der Pilot und beide Passagiere ums Leben kamen, Nordföhnlage geherrscht. Es sei «eindeutig klar» gewesen, dass diese zu Turbulenzen und Abwindfeldern im Val Morobbia führen konnte, heisst es im Schlussbericht des Büros für Flugunfalluntersuchungen (BFU).

Abwinde unterschätzt
Bei solchen Verhältnissen habe die Steigleistung des betroffenen Kleinflugzeugs, eine Piper PA-28-161 «Warrior», nicht genügen können, um den San-Jori-Pass sicher überqueren zu können. Der Pilot habe die Abwindeinflüsse offenbar unterschätzt und die ungenügende Steigleistung zu spät wahrgenommen.
Offensichtlich habe der Pilot noch versucht, das Unglück durch eine Umkehrkurve abzuwenden. Diese führte er jedoch statt vom Hang weg nach rechts zum Hang hin nach links durch, wie es in dem Bericht heisst. Das Flugzeug touchierte die Bäume und stürzte ab.
Zum Unfall beigetragen habe «in unbekanntem Masse» auch, dass der Pilot betrunken war. Die gerichtsmedizinische Untersuchung hatte ergeben, dass dieser 1,5 bis 1,6 Promille Trinkalkoholgehalt im Blut hatte.
Der Führerausweis für Privatpiloten war dem Piloten der Absturzmaschine im September 1998 nur provisorisch verlängert worden. Als Grund dafür war ein Alkoholproblem angeführt worden.

Segelflugzeug wegen wechselnder Winde abgestürzt
Untersucht wurde vom BFU auch der Absturz eines Segelflugzeugs ASW 24 am Piz Mezzaun GR am 25. August 1998, bei dem der Pilot, ein pensionierter Linienpilot, ums Leben kam. Der Absturz ist vermutlich auf einen plötzlich auftretenden Wechsel der Hang- und Fallwinde und eine falsche Flugtaktik zurückzuführen.
Schliesslich hat das BFU die Untersuchung einer Notlandung einer Gulfstream Commander 690C in Zürich abgeschlossen. Der Jet war beim Start in der Nähe von Pisa (I) mit einem Reh kollidiert; das vordere Fahrwerk wurde um 90 Grad gedreht. Der Pilot handelte richtig, indem er weiterflog und eine Notlandung in Zürich plante, schreibt das BFU.

(klei/sda)

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