Piloten der deutschen LTU drohen mit Streiks
publiziert: Montag, 6. Aug 2007 / 18:35 Uhr / aktualisiert: Montag, 6. Aug 2007 / 18:53 Uhr

Düsseldorf - Beim deutschen Ferienflieger LTU müssen Reisende mitten in der Ferienzeit ab sofort mit Streiks der Piloten rechnen. Bei einer Urabstimmung votierten 96 Prozent der Mitglieder für unbefristete Arbeitskampfmassnahmen.

Auf den LTU-Flügen gab es massive Verspätungen.
Auf den LTU-Flügen gab es massive Verspätungen.
Damit erhöhte die Piloten-Gewerkschaft Cockpit am Montag, kurz vor einer weiteren Verhandlungsrunde den Druck auf die LTU-Leitung massiv. An der Urabstimmung bei LTU hatten sich laut Cockpit 91 Prozent der Mitglieder beteiligt.

Cockpit fordert von der LTU, die im März von Air Berlin gekauft wurde, 6 Prozent mehr Gehalt. Das LTU-Management hat bislang aber nur 3 Prozent geboten. In den Tarifverhandlungen für die rund 400 LTU-Piloten geht es auch um Arbeitszeiten.

Tausende Passagiere sassen fest

Erste Folgen des schon seit Wochen schwelenden Tarifkonflikts bekamen tausende Fluggäste am Montagmorgen in Düsseldorf und München zu spüren. Wegen kurzfristiger Arbeitsniederlegungen der Piloten sassen sie bis zu zwei Stunden fest.

Cockpit hatte die Piloten von LTU und dem künftigen Schwesterunternehmen dba zu zweistündigen Warnstreiks aufgerufen. Bei LTU waren nach Unternehmensangaben allein am Montagmorgen etwa 2100 Passagiere auf Flügen nach Griechenland, Türkei, Spanien und Dänemark betroffen.

Ausserdem schloss das Unternehmen nicht aus, dass in der Folge mehr als 1000 Passagiere auf Rückflügen von LTU nach Deutschland bis zu zweistündige Verspätungen hinnehmen müssen.

Air Berlin will keine Gewerkschaften

«Wir sind eine gewerkschaftsfreie Zone. Bei uns gibt es keine Tarifauseinandersetzung», sagte ein Sprecher von Air Berlin. Cockpit wolle mit den Warnstreiks offenbar Druck auf die Gruppe ausüben.

Die Strategie von Air-Berlin-Chef Joachim Hunold ist es, die Gewerkschaften aus seinem Unternehmen herauszuhalten. Seit Jahren versucht etwa die Pilotengewerkschaft bei Air Berlin eine Personalvertretung zu etablieren.

Cockpit betonte in einer Mitteilung, die Arbeitgeberseite habe Mantel- und Vergütungstarifverträge für Piloten bei dba und LTU gekündigt. Wegen mehrmaliger Eigentümerwechsel gestalteten sich die Tarifverhandlungen darüber hinaus schwierig.

LTU setzt auf Verhandlungslösung

Die LTU-Geschäftsführung setze nach wie vor auf eine Lösung am Verhandlungstisch, sagte ein Sprecher der Airline. Voraussichtlich am Donnerstag werde es ein weiteres Treffen mit Cockpit-Vertretern geben. «Ein Streik würde uns sehr hart treffen», so der Sprecher.

Nach zahlreichen Verlustjahren will die LTU in diesem Jahr erstmals wieder schwarze Zahlen schreiben. Die LTU-Übernahme durch Air Berlin wird noch vom Kartellamt geprüft. Die Tarifverträge wurden schon im vergangenen Jahr gekündigt.

(smw/sda)

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