Pinochet verteidigt sich gegen Anklage
publiziert: Dienstag, 14. Dez 2004 / 19:04 Uhr

Santiago de Chile - Chiles Ex-Diktator Augusto Pinochet setzt sich gegen die Anklage wegen der Entführung und Ermordung von Regimegegnern zur Wehr.

Diese Zeiten sind definitiv vorbei.
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Seine Anwälte erreichten, dass der Hausarrest gegen ihn vorübergehend aufgehoben wird. Beim Berufungsgericht in Santiago legten Pinochets Anwälte Beschwerde ein gegen die Entscheidung des Richters Juan Guzmán, ihren Mandanten für geistig voll verhandlungsfähig zu erklären und einen Strafprozess zu eröffnen.

Ob die Rechtsmittel der Pinochet-Anwälte zum Erfolg führen, ist fraglich. Denn es ist der Oberste Gerichtshof, der abschliessend entscheiden muss. Dieser hatte erst im August Pinochets Immunität aufgehoben.

Wie krank ist Pinochet?

Zur Begründung seiner Entscheidung, Pinochet für verhandlungsfähig zu erklären, bezog sich Guzmán auf eine ärztliche Untersuchung. Ausdrücklich erwähnte Guzmán ein Fernsehinterview mit Pinochet aus dem Herbst vergangenen Jahres, bei dem sich der Angeklagte im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte gezeigt habe.

Die Anklage gegen Pinochet bezieht sich auf die Aktion Condor, bei der mehrere Militärdiktaturen im südlichen Lateinamerika in den Siebziger Jahren die Verfolgung und Ermordung von Regimegegnern koordiniert hatten.

Chile hatte die Leitung der Aktion inne. Pinochet stehe im dringenden Verdacht, neun Entführungen und einen Mord angeordnet zu haben, sagte Guzmán.

Der chilenische Ex-Diktator konnte bislang jedes Gerichtsverfahren unter Verweis auf seine angeschlagene Gesundheit verhindern. Er regierte Chile nach einem Militärputsch von 1973 bis 1990. Während seiner Diktatur wurden rund 3000 Menschen ermordet oder verschwanden in Polizei- oder Militärgewahrsam.

(sl/sda)

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