Pionier-«Metallmine» im Baselbiet
publiziert: Dienstag, 27. Dez 2005 / 17:17 Uhr

Liestal - Eine weltweit neuartige «Metallmine» ist im Baselbiet eingerichtet worden: Die Kehricht-Schlacke in der Deponie Elbisgraben bei Liestal wird nach Eisen- und Buntmetallen durchgeackert.

In der Schlacke von Kehrrichtverbrennungsanlagen hat es hohe Metallanteile.
In der Schlacke von Kehrrichtverbrennungsanlagen hat es hohe Metallanteile.
Täglich fallen über 100 Tonnen Eisenmetalle an.

Die zündende Idee hatte der holländische Bergbauingenieur und Maschinen-Verkäufer Jan Groothoff, als er in Schlacken aus Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA) hohe Metallanteile fand.

Anlage seit Oktober im Betrieb

Anfang Jahr kontaktierte er die Elbisgraben-Leitung, im April lief ein Versuch und seit Oktober ist die Separierungsanlage in Betrieb.

Nach ein paar Anpassungen wird die Zielgrösse von 2000 Tonnen Durchlauf pro Tag heute übertroffen, wie Elbisgraben-Chef Heinz Schaub zur SDA sagte. Eingelagert sind bei ihm rund 180 000 Tonnen KVA-Schlacke, von denen aus baulichen Gründen (Dichtung, Damm) maximal 120 000 Tonnen greifbar sind.

7 Prozent getrennt

Demnach ist der ganze Haufen - angeliefert zumeist aus der KVA Basel 1994-2000 - schon im Februar 2006 durch.

Derzeit fischt die Anlage rein mechanisch rund 7 Prozent verwertbare Metalle aus der Schlacke, davon 5,5 Prozent magnetisches. Die Buntmetalle - wovon 60 Prozent Alu - werden in Holland chemisch weiter aufbereitet.

Das Pionierhafte an der Anlage ist ihre Grösse, wie Schaub weiter erklärte: Andernorts werde nur frisch angelieferte Schlacke sortiert, die Anlage im Elbisgraben hingegen verwerte das bereits deponierte Volumen und laufe so immer im optimalen Bereich.

Magnetisches Material getrennt

Die Elbisgraben-Schlacke enthält darum noch soviel Metalle, weil die bei der KVA Basel ursprünglich geplante Metall-Separierung vor dem Ofen aus technischen Gründen nicht zustande gekommen war. Bei der Deponie Liesberg BL, wo die Basler Schlacke seit 2000 hingeht, wird magnetisches Metall vor dem Einlagern getrennt.

Betrieben wird die Anlage von der holländischen Firma RNS. Diese bezahlt nichts; statt einer Abgeltung gewinnt der Kanton Baselland für «sein» Altmetall Deponieplatz zurück.

Wegen des absehbar kurzen Gastspiels und des stark schwankenden Metallpreises war laut Schaub beim Kanton kein Thema, selber eine solche Anlage einzurichten. Die verwendeten Gerätschaften kosten gegen 2,5 Mio. Fr. und halten rund vier Jahre.

(bsk/sda)

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