Von Afrika nach Asien
Piraten-Probleme verlagern sich
publiziert: Mittwoch, 14. Jan 2015 / 21:49 Uhr
Die Piraterie bleibt weiterhin eine grosse Gefahr.
Die Piraterie bleibt weiterhin eine grosse Gefahr.

Kuala Lumpur/Hamburg - Piraten wagen weniger Attacken auf die stark geschützten Schiffe der Welthandelsflotte. Die Zahl der Piratenangriffe 2014 sank auf den niedrigsten Stand seit acht Jahren. Dagegen gab es vielmehr Schiffsentführungen.

2 Meldungen im Zusammenhang
2014 wurden weltweit 245 Piraten-Attacken gemeldet, 44 Prozent weniger als 2011, wie das Internationale Schifffahrtsbüro (IMB) mitteilte. Lediglich 11 Angriffe auf Schiffe wurden 2014 somalischen Piraten zugerechnet. 2013 waren es noch 15, vor drei Jahren sogar mehr als 230 gewesen.

Daraus lasse sich aber keinesfalls ableiten, dass die Piraterie vor Somalia besiegt sei, hiess es beim Verband Deutscher Reeder (VDR) in Hamburg. «Die Piraterie bleibt weiterhin eine grosse Gefahr für das Leben unserer Seeleute und die Sicherheit der weltweiten Handelswege», sagte Ralf Nagel, geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des VDR.

Die Piraten am Horn von Afrika warteten nur darauf, dass die Marine abziehe und die Reeder ihre Schutzmassnahmen lockeren. Immer wieder meldeten Besatzungen verdächtige Schiffe - vereinzelt komme es sogar zu Angriffen. Die Staatengemeinschaft sei gefordert, Somalia beim Aufbau einer Küstenwache und bei der wirtschaftlichen Entwicklung zu unterstützen, sagte Nagel.

Viel mehr Entführungen

Weltweit wurden im vergangenen Jahr 21 Schiffe entführt, im Vergleich zu 12 Entführungen 2013. Das sei auf die gestiegene Zahl von Angriffen auf küstennahe Tankschiffe in Südostasien zurückzuführen, sagte IMB-Direktor Pottengal Mukundan.

Banden von bewaffneten Dieben attackierten kleinere Tankschiffe in der Region wegen ihrer Ladung. Viele von ihnen suchten ganz gezielt nach Dieselöl oder Gasöl, um es zu entwenden und zu verkaufen.

Insgesamt wurden 183 Schiffe geentert und 13 Schiffe beschossen. Dabei kamen 4 Seeleute ums Leben, 13 wurden verletzt und 9 von ihren Schiffen entführt, wie es weiter hiess. Zu den getöteten Seeleuten gehört auch ein indischer Ingenieur, der im April auf einem deutschen Öl- und Chemikalientanker vor der afrikanischen Westküste Opfer eines Überfalls wurde.

(bg/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Kuala Lumpur - Fünf bewaffnete ... mehr lesen
Die Strasse von Malakka gilt als wahnsinnig gefährlich. (Symbolbild)
Die Anzahl der Piraterie-Vorfälle hat in diesem Jahr abgenommen. (Archivbild)
Die Zahl der Piratenangriffe auf den ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz seit Jahren rückläufig. So viel zu den guten Nachrichten. Damit das auch so bleibt, ist es wichtig, grundsätzlich auf gutes Material an den Schwachstellen (Türen, Fenster, Tore) zu setzen und zusätzliche Sicherungen zu installieren.
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz ...
Publinews Smarter Einbruchschutz  Nahezu alle Diebstahlkategorien weisen eine rückläufige Tendenz auf. 2017 wurden in der Schweiz 4,9 Einbrüche pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner gezählt. Das entspricht 113 Einbruch- und Einschleichdiebstählen pro Tag. 2012 lag diese Zahl bei 202. mehr lesen  
Opfer weiterhin vermisst  Rafz ZH - Die Kantonspolizei Zürich hat am Dienstagvormittag in Rafz ZH zwei Personen verhaftet: Sie stehen unter dem dringenden Verdacht, einen seit dem 22. April vermissten Mann aus Eglisau getötet zu haben. mehr lesen  
Deutlich höhere Zahl  Sydney/London - Mindestens 45,8 Millionen Menschen leben zurzeit weltweit in modernen Formen der Sklaverei. Die Zahl liegt deutlich höher als die 2014 gezählten 35,8 Millionen. mehr lesen
In Indien hat es 18,3 Millionen Sklaven.
Flüchtiger Mörder  Aarau - Der flüchtige Mörder, der aus der Psychiatrischen Klinik Königsfelden in Windisch AG ausgebrochen ist, hätte in einer Einrichtung mit höherer Sicherheitsstufe untergebracht werden sollen. Von möglichen Institutionen erhielten die Aargauer Behörden allerdings Absagen. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • paparazzaphotography aus Muttenz 1
    Foto Sanatorio Liebes news.ch Team, es ist für mich eine Ehre dass sie mein Foto des ... Di, 03.01.17 22:12
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Motor hinten oder vorne war dem Tram in Basel völlig egal! Ob ein Auto über- oder untersteuert, ist nicht von der Lage des Motors ... Mi, 01.06.16 10:54
  • Mashiach aus Basel 57
    Wo bleibt das gute Beispiel? Anstatt sichere, ÜBERSTEUERNDE Heckmotorwagen zu fahren, fahren sie ... Mo, 30.05.16 11:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Zugang "Das sunnitische Saudi-Arabien, das auch im Jemen-Konflikt verstrickt ... So, 29.05.16 22:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Pink Phanter-Bande? Am 25. 7. 2013 hat eine Befreiung von Pink Panther-Mitglied Milan ... So, 29.05.16 15:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
Unglücksfälle Zorn über Tötung von Gorilla in US-Zoo Cincinnati - Die Tötung eines Gorillas im Zoo der ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 2°C 4°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
Basel 3°C 5°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 1°C 2°C wolkig, wenig Schneeleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
Bern 1°C 3°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wolkig, aber kaum Regen
Luzern 2°C 5°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
Genf 2°C 4°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig starker Schneeregen wechselnd bewölkt, Regen
Lugano 2°C 6°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten