Pitbull-Attacke: Genf zieht die Schraube an
publiziert: Montag, 21. Aug 2006 / 20:53 Uhr

Genf - Die Genfer Kantonsregierung verschärft die Vorschriften für Halter von potenziell gefährlichen Hunden.

Eine Haftpflichtversicherung ist bei potenziell gefährlichen Hunden in Genf vorgeschrieben.
Eine Haftpflichtversicherung ist bei potenziell gefährlichen Hunden in Genf vorgeschrieben.
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Die Hundehalter müssen fortan - wie bereits in Zürich - eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben. Der Maulkorbzwang hat in Erwartung einer Bundeslösung provisorischen Charakter und gilt zunächst bis Ende 2007.

Wer seinen Hund nicht mit einem Maulkorb versieht, muss mit einer Busse von mindestens 100 Franken rechnen. Ausserdem müssen alle Hundehalter fortan - wie bereits in Zürich - eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben.

Mit diesen Entscheiden werden die Massnahmen verstärkt, die seit letzten April in Genf gelten, wie Regierungspräsident Pierre- François Unger vor den Medien sagte. Damit reagiert die Genfer Regierung auf die Attacke eines Pitbulls, der einem eineinhalbjährigen Buben vor zehn Tagen mit Bissen das Gesicht entstellt hatte.

Ursprünglich Maulkorbzwang

Die Kantonsregierung sei zum Schluss gekommen, dass nur mit einem Maulkorbzwang ein weiteres Drama verhindert werden könne, sagte Justiz- und Polizeidirektor Laurent Moutinot. Diese Massnahme war bereits früher in Erwägung gezogen worden. Auf die Empfehlung von Hundeexperten hin wurde dann aber darauf verzichtet.

Der systematische Maulkorbzwang gilt nun für jede Hunderasse, die vom kantonalen Veterinäramt (OVC) als agressiv eingestuft wird. Bisher konnte das OVC Hunde beschlagnahmen oder töten lassen, um Angriffen auf Menschen vorzubeugen.

Kleiner Handlungsspielraum

Der Handlungsspielraum für die Regierung sei sehr klein, sagte Unger weiter. Zurzeit gebe es weder auf nationaler noch auf kantonaler Ebene gesetzliche Grundlagen für den Umgang mit Kampfhunden. Der Grosse Rat bereite zwar ein entsprechendes Gesetz vor, dieses trete aber frühestens in einigen Monaten in Kraft.

Der Maulkorbzwang wurde unter Berufung auf eine Polizeiklausel eingeführt. Diese erlaubt, falls es der Schutz der Bevölkerung gebietet, ausserordentliche und provisorische Massnahmen.

(fest/sda)

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