Pixar-Aktienoptionen waren rückdatiert
publiziert: Samstag, 17. Mrz 2007 / 11:31 Uhr

Burbank - Eine firmeninterne Untersuchung hat eine strittige Rückdatierung von Aktienoptionen bei dem an Walt Disney verkauften Zeichentrickfilmstudio Pixar Animation Studios bestätigt.

Die Untersuchung habe auch Steve Jobs entlastet.
Die Untersuchung habe auch Steve Jobs entlastet.
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Der Verwaltungsratspräsident der Walt Disney Company, John Pepper, versicherte nach Börsenschluss jedoch, niemand der gegenwärtig mit der Gesellschaft verbunden sei, habe sich eines vorsätzlichen oder absichtlichen Fehlverhaltens schuldig gemacht.

Die Aktien waren vor dem Kauf des Unternehmens durch Disney im Januar 2006 rückdatiert worden.

Damit scheint auch der Chef des Computerkonzerns Apple, Steve Jobs, entlastet worden zu sein. Jobs war Pixar-Grossaktionär gewesen.

Er ist jetzt grösster Disney-Einzelaktionär und sitzt im Verwaltungsrat des Unterhaltungsriesen. Auch bei Apple soll es Rückdatierungen von Aktienoptionen gegeben haben.

Weitere Untersuchungen

In den USA haben viele Unternehmen Aktienoptionen auf einen Termin rückdatiert, an dem der Kurs besonders niedrig war, ohne dies den Aktionären oder den Aufsichtsbehörden mitzuteilen.

Deswegen laufen bei vielen US-Aktiengesellschaften behördliche Untersuchungen. Die Rückdatierung ist in den USA nicht illegal, muss aber bekannt gegeben und bilanziert werden.

Disney will die zusätzlichen Steuern zahlen, die bei Mitarbeitern fällig sind, die rückdatierte Aktienoptionen halten. Die Beilegung der Steuerfragen dürfte keinen wesentlichen Einfluss auf die Disney- Finanzergebnisse haben, betonte das Unternehmen.

Aktienoptionen geben einem Besitzer das Recht, Aktien zu einem späteren Zeitpunkt zu einem festgelegten Preis zu kaufen. Üblicherweise wird der Kurs am Tag der Vergabe der Optionen als Ausgangsbasis gewählt. Steigt der Kurs bis zum Fälligkeitstermin der Aktienoptionen kann der Besitzer den Gewinn einstreichen.

(rr/sda)

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