Plagiatsvorwürfe gegen Rumäniens Ministerpräsidenten Ponta
publiziert: Dienstag, 19. Jun 2012 / 07:40 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 19. Jun 2012 / 15:37 Uhr
Der rumänische Ministerpräsident hat Angaben zufolge seine Doktorarbeit abgeschrieben.
Der rumänische Ministerpräsident hat Angaben zufolge seine Doktorarbeit abgeschrieben.

Bukarest - Der neue rumänische Ministerpräsident Victor Ponta soll weite Teile seiner juristischen Doktorarbeit abgeschrieben haben. Das berichtete das Fachmagazin «Nature» am Montag unter Berufung auf einen anonymen Hinweisgeber in seiner Online-Ausgabe.

Alles was Recht ist! Gesellschaftsgründungen, Rechtsberatung, Prozessführung etc.
7 Meldungen im Zusammenhang
Demnach sollen auf mehr als der Hälfte der 432 Seiten langen Dissertation korrekte Quellenangaben fehlen. Ponta bestritt die Vorwürfe zunächst, räumte am Dienstag aber ein, seine Quellen nicht konsequent in den Fussnoten auf jeder Seite, sondern nur in der Bibliografie am Ende angegeben zu haben. Sollte dies ein Fehler sein, sei er bereit, dafür zu zahlen.

Die amtliche Nachrichtenagentur Agerpres hatte zuvor gemeldet, Ponta bestreite die Vorwürfe, abgeschrieben zu haben, und sei bereit, seine Dissertation «jeder Überprüfung» unterziehen zu lassen.

«Nature» hatte erklärt, mehr als die Hälfte von Pontas Dissertation über den Internationalen Strafgerichtshof aus dem Jahre 2004 sei aus dem Werk zweier rumänischer Rechtsgelehrter plagiiert. «Nature» habe Dokumente eingesehen, die darauf hinwiesen.

Politisches Manöver

Den Plagiatsvorwurf führte Ponta auf Manöver des Staatspräsidenten Traian Basescu zurück. Der Sozialist Ponta und der bürgerliche Basescu sind politische Gegner. Ponta muss sich in diesem Herbst Parlamentswahlen stellen.

Nachdem die Vorgängerregierung ein Misstrauensvotum nicht überstanden hatte, wurde Ponta am 7. Mai Ministerpräsident. Seine Regierung war schon vorher mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert gewesen.

Zwei Mal hatte der Regierungschef Politiker für das Amt des Bildungsministers nominiert, doch diese traten zurück, nachdem schwere Vorwürfe, sie hätten abgeschrieben, erhoben worden waren.

Im Mai trat der rumänische Bildungsminister Ioan Mang wegen Plagiatsvorwürfen zurück. Mang machte die Opposition für die Vorwürfe verantwortlich. Auch die ursprünglich vorgesehene Kandidatin für das Bildungsministerium war an Plagiatsvorwürfen gescheitert.

(laz/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bukarest - In Rumänien hat die Parlamentswahl begonnen. Rund 18 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen darüber ... mehr lesen
Umfragen zufolge dürfte die Koalition des Sozialisten Ponta (Bild) haushoch die Wahl gewinnen.
Bukarest - In Rumänien hat die Regierungskoalition am Dienstag überraschend die Präsidenten beider Parlamentskammern abgesetzt. Senatspräsident Vasile Blaga bezeichnete seine Absetzung als illegal und sprach von einem «Staatsstreich» des Bündnisses von Regierungschef Victor Ponta. mehr lesen 
Bukarest - Rumäniens neue links-liberale Regierung erhöht ab dem 1. Juni die Beamtenlöhne um acht Prozent. Sie verringert ausserdem die Besteuerung der Altersrenten. Das gab Ministerpräsident Victor Ponta am Dienstag - einen Tag nach seinem Amtsantritt - in Bukarest bekannt. mehr lesen 
Bukarest - Der designierte rumänische Ministerpräsident Victor Ponta hat am Dienstagabend das Kabinett vorgestellt, mit dem er das Land bis zur Parlamentswahl im November regieren will. Unter den siebzehn neuen Ministern sind Sozialisten, Liberale und Parteilose. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bukarest - Nach dem Sturz der Mitte-rechts-Regierung in Rumänien durch ein Misstrauensvotum der Opposition hat Staatschef Traian Basescu am Freitagabend den Oppositionsführer Victor Ponta mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt. mehr lesen 
Bukarest - Sieben Monate vor der Parlamentswahl ist Rumäniens bürgerliche Regierung unter Ministerpräsident ... mehr lesen
Ministerpräsident Mihai Razvan. (Archivbild)
Alles was Recht ist! Gesellschaftsgründungen, Rechtsberatung, Prozessführung etc.
Sie suchen Beratung, Sie brauchen Unterstützung. Sie setzen auf Erfolg und verlangen rasch messbare Resultate.
MENZI & PARTNER
Blaufahnenstrasse 14
8001 Zürich
Gewalt ohne Ende.
Gewalt ohne Ende.
Massenhinrichtungen  Genf - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) begeht nach Einschätzung der UNO Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die gezielte Verfolgung religiöser und ethnischer Minderheiten durch IS-Kämpfer müsse strafrechtlich verfolgt werden. 1
In Sumar konnten Kurdische Peschmerga-Kämpfer Erfolge gegen die Terrormiliz verbuchen. (Archivbild)
Kurden melden neue Erfolge gegen Terrormiliz Islamischer Staat Washington - Im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Nordirak melden die Kurden neue ...
IS: Millionen für amerikanische Geisel Damaskus/Washington - Die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) verlangt für eine als ... 2
Klage  Aarau - Die Ecopop-Initianten dürfen ungestraft als ...  
Der Souverän entscheidet am 30. November über die eidgenössische Volksinitiative «Stopp der Überbevölkerung - zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen».
Ecopop-Geschäftsführer will keine Fremdenfeindlichkeit Bern - Ecopop-Geschäftsführer Andreas Thommen wehrt sich gegen jüngst verbreitete ... 2
Initiative will Zuwanderung aus ökologischen Gründen beschränken
Titel Forum Teaser
Klaus Janosch ist Doktorand in Pflanzenernährung an der ETH Zürich.
ETH-Zukunftsblog Bedrohter Boden Fruchtbarer Boden ist ein wertvolles Gut, dessen Verlust sowohl für uns als ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MO DI MI DO FR SA
Zürich 8°C 12°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 8°C 13°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 10°C 15°C bewölkt, Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 11°C 17°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 12°C 17°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 12°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 19°C 26°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
mehr Wetter von über 6000 Orten