Podestplatz und WM-Führung für BMW-Sauber
publiziert: Montag, 7. Apr 2008 / 00:00 Uhr / aktualisiert: Montag, 7. Apr 2008 / 01:01 Uhr

Sakhir - Dank Rang 3 des von der Pole-Position gestarteten Kubica und Rang 4 von Heidfeld führt BMW-Sauber nach dem Grand Prix von Bahrain erstmals das WM-Klassement der Konstrukteure an. Massa und Räikkönen sorgten für den 77. Ferrari-Doppelerfolg.

Robert Kubica jubelt über seinen dritten Platz.
Robert Kubica jubelt über seinen dritten Platz.
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Das BMW-Sauber-Team hat sein bisher erfolgreichstes Grand-Prix-Wochenende hinter sich. Im 253. Anlauf stand am Sonntag erstmals ein Auto «made in Hinwil» auf der Pole-Position. Der dritte Podestplatz im dritten Saisonrennen und die fünf Punkte von Nick Heidfeld reichten, um einen Punkt vor Ferrari und zwei Punkte vor McLaren-Mercedes die WM-Führung zu übernehmen. «Das war ein grosser Tag für uns», sagte Kubica.

Mängel beim Start

Das Warten auf den ersten Sieg der deutsch-schweizerischen Fahrgemeinschaft geht vorerst weiter. Ferrari wurde seiner Favoritenrolle in der Wüste nämlich auf der ganzen Linie gerecht. Robert Kubica musste Vorjahressieger Felipe Massa schon beim Start vorbeilassen.

Während am BMW-Sauber die Räder durchdrehten, legte der Brasilianer wieder einmal Zeugnis seiner Stärke auf den ersten Metern ab. In der 3. Runde zog auch noch Kimi Räikkönen an Kubica vorbei, was der Pole mit den Ölspuren auf der Strecke begründete. Damit war die Entscheidung eigentlich schon gefallen, im Zuge der Boxenstopps gab es an der Spitze keine Verschiebungen mehr.

Hamiltons schlechter Tag

Heidfeld legte vom 6. Startplatz los, überholte Lewis Hamilton und musste Jarno Trulli passieren lassen. Dann schnappte er zuerst den Italiener und in der 3. Runde auch Heikki Kovalainen. Hamilton erwischte einen ganz schlechten Tag. Beim Start wurde er vom 3. in den 9. Rang durchgereicht, dann fuhr er ausgerechnet seinem Erzfeind Fernando Alonso ins Heck.

Hamilton verlor dabei den Frontflügel, musste sich an der Box Ersatz besorgen und das Rennen vom 18. Zwischenrang aus fortsetzen. Am Ende belegte der Brite den 13. Platz, die WM-Führung musste er an Räikkönen abtreten.

Technische Probleme

Der Titelverteidiger führt nun vor Heidfeld und den punktgleichen Hamilton, Kubica und Kovalainen. BMW-Sauber hat es also zumindest für den Moment geschafft, aus dem Zweikampf Ferrari gegen McLaren-Mercedes einen Dreikampf zu machen.

In einer ersten Zwischenbilanz sprach Mario Theissen von einem «Saisonauftakt nach Mass». Fragezeichen setzte der Teamchef hinter die schlechten Starts. «Die Ursache dürfte technischer Art sein und muss noch geprüft werden.» Dafür konnte sich Theissen auch darüber freuen, dass der Abstand auf Sieger Massa nur fünf respektive acht Sekunden betrug.

Massas Befreiungsschlag

Massa hatte das Erfolgserlebnis bitter nötig. Nach den Ausfällen und zum Teil stümperhaften Fehlern in Australien und Bahrain stand er unter Druck. Dass er am Samstag die Pole-Position verpasst hatte, weil er auf der letzten schnellen Runde leicht von der Ideallinie abgekommen war, spielte am Sonntag schon kurz nach dem Start keine Rolle mehr.

Selbstvertrauen tankte Massa auch, indem er Teamkollege Kimi Räikkönen problemlos in Schach halten konnte. Der sechste Sieg für Massa, der 50. Podestplatz und die WM-Führung für Räikkönen - besser hätte es für die Scuderia kaum laufen können. Vor drei Wochen schaute die Welt der Roten noch ganz anders aus und wurde nach dem miserablen Auftritt in Melbourne zumindest im Umfeld schon schwarz gemalt.

McLaren nur dritte Kraft

McLaren-Mercedes war in Bahrain nur dritte Kraft. Für Hamilton ging schlecht zu Ende, was mit dem Abflug am Freitag schlecht begonnen hatte. Seit dem Sieg in Australien läuft bei ihm nicht mehr viel zusammen. Das stärkt die Position von Stallgefährte Kovalainen, der eine weitere solide Vorstellung ablieferte.

Hinter dem Finnen holten auch noch Jarno Trulli (Toyota), Mark Webber (Red Bull-Renault) und Nico Rosberg (Williams-Toyota) Punkte. Renault mit Fernando Alonso (10.) und Nelson Piquet (out) ging leer aus. Wenn die Ausfallquote so tief ist wie gestern (19 von 22 Fahrern im Ziel), sind für das Weltmeister-Team von 2005 und 2006 nur schon die Top 8 eine hohe Hürde - trotz der Rückkehr von Ex-Champion Alonso.

Im 16. Jahr die erste Pole

«Der Pole auf der Pole», hatte die Schlagzeile am Samstag gelautet. Es war nicht nur für Kubica ein ganz spezieller Tag, sondern für das ganze BMW-Sauber-Team. Mario Theissen sprach von einem Meilenstein.

15 Jahre, 215 GP-Wochenenden unter der Ägide von Peter Sauber und 37 seit dem Verkauf an BMW mussten vergehen, bis erstmals ein (BMW-)Sauber-Fahrer den besten Startplatz ergatterte. «Darauf haben wir lange genug hingearbeitet», sagte Teammanager Beat Zehnder, ein «Saubermann» der ersten Stunde. «Für mich ist es die logische Fortsetzung der Zusammenarbeit mit BMW.»

(Philipp Bärtsch/Si)

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