Polen weist russischen Bericht zurück
Polen lehnt russischen Bericht zu Kaczynski-Absturz ab
publiziert: Freitag, 17. Dez 2010 / 19:57 Uhr
Bruder des verunglückten Lech Kaczynski: Jaroslaw Kaczynski.
Bruder des verunglückten Lech Kaczynski: Jaroslaw Kaczynski.

Warschau - Polen hat den russischen Bericht zum tödlichen Flugzeugabsturz des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski abgelehnt. In dieser Form sei der Bericht «ohne Zweifel unakzeptabel», sagte Ministerpräsident Donald Tusk.

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Tusk verwies auf angebliche Fehler in dem Bericht. Manche Schlussfolgerungen im Dokument seien daher unbegründet, betonte Tusk nach Angaben der Nachrichtenagentur PAP am Freitag am Rande des EU-Gipfels in Brüssel.

Bei dem Absturz am 10. April waren ausser Kaczynski auch seine Ehefrau sowie 94 andere Delegationsmitglieder ums Leben gekommen. Sie waren auf dem Flug zur Gedenkstätte Katyn, wo der sowjetische Geheimdienst 1940 tausende polnische Offiziere erschossen hatte.

Das russische Luftfahrtamt (MAK) hatte am 20. Oktober Warschau seinen «umfassenden» Bericht zu dem Unfall übergeben. Der Inhalt wurde nicht veröffentlicht.

Berichten polnischer Medien zufolge gaben die russischen Flugexperten dem Piloten der Präsidentenmaschine die Hauptschuld an dem Unglück in Smolensk in Westrussland.

Wer trägt die Verantwortung?

Dieser habe trotz starken Nebels und Warnungen der Fluglotsen die Landebahn angeflogen. In Polen wurde aber auch von angeblichen Fehlern des russischen Flughafenpersonals gesprochen.

Russland dürfte nun die polnischen Kommentare zu seinem Bericht prüfen. Dann werden wahrscheinlich beide Seiten versuchen, eine überzeugende Version der Ereignisse zu schreiben.

Polens Vertreter in der Ermittlungsgruppe hatte bereits früher seine Unzufriedenheit mit der russischen Position geäussert. So waren beide Seiten uneinig, ob der Flug als zivil oder militärisch klassifiziert werden sollte.

Das könnte wichtig für die Frage sein, wer die Verantwortung für die Entscheidung trug, bei dem schlechten Wetter zu landen. Kurz nach dem Absturz waren Spekulationen bekannt geworden, wonach die Piloten vom Luftwaffenchef Andrzej Blasik im Cockpit unter Druck gesetzt worden seien.

(sl/sda)

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