Internet-Führerschein gefordert
Politik will Facebook-Partys verbieten
publiziert: Sonntag, 24. Jul 2011 / 10:43 Uhr
Politiker wollen Facebook-Partys verbieten.
Politiker wollen Facebook-Partys verbieten.

Berlin - Massenaufläufe bei Facebook-Partys, Randale und Zerstörung bewegen Deutschlands Politiker zu dem Schluss etwas gegen diese Partys, die via Facebook organisiert werden, zu unternehmen. Sie sprechen von der Gefährdung von Sicherheit und Ordnung und überlegen deshalb ein Verbot gegen Facebook-Partys auszusprechen. Wie dies genau aussehen soll, ist noch nicht bekannt.

Ihre Full-Service Agentur für New Media (Web, Facebook, Apps, Mobile, Newsletter)
7 Meldungen im Zusammenhang
Die unverbindliche Rechtseinschätzung des IT-Rechtsexperten Patrick Prestel von der IT-Recht Kanzlei in München gegenüber pressetext sieht skeptisch aus: «Ich wüsste nicht, wie man dieses Verbot umsetzen soll. Es ist ja ein Mensch, der diese Veranstaltung ausschreibt, Facebook ist nur die Plattform.»

Wer über Facebook seine Freunde zu einer Party einlädt, weiss oft nicht wie viele Personen diese Einladung tatsächlich sehen können. In der letzten Zeit häufen sich sogenannte Facebook-Partys, die öffentlich ausgeschrieben wurden und wo theoretisch jeder kommen kann. In der Praxis sieht so eine Party dann aber ganz anders aus. Denn meistens enden diese Partys mit polizeilichen Festnahmen und Müllchaos. «Der Veranstalter der Party kann bei Schäden schon belangt werden. Diskotheken und Clubs schreiben auch Veranstaltungen über Facebook aus, das ist durchaus üblich», so Prestel zu pressetext.

Gefährdung für Sicherheit und Ordnung

Feiern mit Gästen jenseits der 1000er-Marke sind keine Seltenheit mehr und enden oft in Streitigkeiten, Randale und Zerstörung. So auch in Wuppertal, wo bei einer Feier mit 800 Gästen 16 verletzt und 41 vorübergehend festgenommen wurden, oder bei der Geburtstagsfeier einer 16-jährigen Hamburgerin. Die Party wurde zwar abgesagt, dennoch versammelten sich etwa 1500 Facebooker in Feierlaune vor ihrem Haus. Die Polizei und ein Sicherheitsdienst mussten einschreiten.

Ralf Jäger, Innenminister von Nordrhein-Westfalen, äussert sich gegenüber der «Welt am Sonntag» und verlangt bei Hinweisen auf Gefahr für Teilnehmer oder Aussenstehende das Verbot der Party durch die kommunalen Behörden. Man solle Kindern abraten zu derartigen Partys mit Masseneinladungen zu gehen. «Da weiss man nie, wer kommt», so Jäger. Joachim Herrmann, Innenminister von Bayern, bemerkt zudem, dass bisherige Facebook-Partys sich oft als «massive Sicherheitsprobleme» erwiesen und die Folgen unabsehbar sind. Die Kosten solcher Partys dürfen nicht vergessen werden, denn die Polizeit war bereits mehrmals im Einsatz.

Internet-Führerschein für Schüler

Ein Vorschlag kommt von Uwe Schünemann, Innenminister von Niedersachsen. Er besteht auf die Einführung eines Internet-Führerscheins, der Kinder und Jugendliche in den Schulen auf die Gefahren des Internets und von Social Media aufklären kann. Diskussionen über das Verbot von Facebook-Partys rufen in Erinnerung, dass auch bei Grossveranstaltungen und Fussballspielen oft Randale entstehen, doch verbietet man deshalb diese Events nicht. Prestels Einschätzung in diesem Fall: «Verbietet man Facebook öffentliche Ausschreibungen, dann würde Facebook sich natürlich wehren und sagen: 'Wir sind ja nur die Plattform, die User müssen damit umgehen'.»

(asu/pte)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Facebook Nach einem Aufruf auf Facebook ist am Wochenende in Bern eine Geburtstagsparty aus dem Ruder gelaufen. Es kamen wesentlich mehr Gäste als angenommen. Diese ... mehr lesen
Zu der Party in einem Lokal kamen über 250 Jugendliche, die auf der Strasse feierten. (Symbolbild)
Tausende Jugendliche waren zu einer Party gekommen, nachdem ein Mädchen auf Facebook zu ihrem 16. Geburtstag eingeladen hatte. (Symbolbild)
Facebook Haren - Eine Facebook-Party im niederländischen Haren ist in der Nacht zum Samstag in Krawalle und Chaos ausgeartet. Betrunkene Jugendliche hätten ... mehr lesen
Brüssel - Private Daten von Minderjährigen sind in sozialen Netzwerken laut einem Test im Auftrag der EU-Kommission oft zu ... mehr lesen
Jugendliche wissen oft noch nicht mit der Privatsphäre im digitalen Bereich umzugehen.
«Unzureichende» Bemühungen: Kinder bleiben im Internet vor jugendgefährdenden Inhalten ungeschützt.
Brüssel - Die EU-Länder schützen Kinder nicht genügend beim Umgang mit dem Internet und anderen modernen Technologien. ... mehr lesen
Facebook Zürich - Noch dieses Jahr beginnt die Zürcher Stadtpolizei damit, die systematische Nutzung der «Social Media» Twitter und ... mehr lesen
Auch die Polizei kommt heute nicht an «Social Media» vorbei.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Eine Facebook-Party endete mit wüsten Auseinandersetzungen.
Facebook Wuppertal - In Wuppertal ist es bei einer Facebook-Party zu Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. Dabei ... mehr lesen
Facebook Hamburg - Die Party war zwar abgesagt worden - und doch kamen zur Geburtstagsfeier der Jugendlichen Thessa aus Hamburg ... mehr lesen
Unkontrollierbare Eigendynamik.
Ihre Full-Service Agentur für New Media (Web, Facebook, Apps, Mobile, Newsletter)
Facebook hatte WhatsApp im vergangenen Jahr für knapp 22 Mrd. Dollar gekauft.
Facebook hatte WhatsApp im vergangenen Jahr ...
Telekom  Mountain View - Der Kurzmitteilungsdienst WhatsApp hat die Marke von 800 Millionen aktiven Nutzern geknackt. Mitgründer Jan Koum gab den nächsten Meilenstein in der Nacht zum Samstag über seine Facebook-Seite bekannt. 
Facebook personalisiert die Werbung Bern - Wer sich bei Facebook anmeldet, stimmt seit Freitag automatisch auch den neuen ...
WhatsApp mit einem Maus-Klick San Francisco - Nutzer des Kurzbotschaftendienstes WhatsApp können nun auch vom PC aus ...
Analyse von Branchen oder Unternehmen  New York - Finanzprofis verwenden immer häufiger Social-Media-Seiten als Werkzeuge zur Maximierung ihrer Gewinne. Je grösser ...
Die Wall Steet vertraut immer mehr auf Social Media.
Am beliebtesten sind in der Schweizer Internetgemeinde soziale Netzwerke und Wikis.
Über 3 Millionen Schweizer nutzen soziale Netzwerke Zürich - Rund 3,2 Millionen Menschen in der Schweiz nutzen regelmässig soziale Netzwerke wie Facebook. Auch Blogs und ...
Die Idee, Pakete per Drohnen zuzustellen, ist nicht neu. Lanciert wurde sie Ende 2013 von Amazon.
eGadgets Schweizer Post testet Drohnen als Paketzubringer Bern - Dereinst wird die Schweizer Post ...
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DI MI DO FR SA SO
Zürich 4°C 12°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Basel 1°C 13°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
St.Gallen 3°C 15°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Bern 3°C 17°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Luzern 5°C 17°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Genf 6°C 18°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Lugano 6°C 20°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
mehr Wetter von über 6000 Orten